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Zwei Chancen für Eintracht Hagen, den letzten Platz zu verlassen

 

 

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Das Hammer Team um Ex-Eintracht-Spieler Fannar Fridgeirsson coachte Niels Pfannenschmidt (Mitte) bis Februar dieses Jahres, am Freitag gastiert er mit den Hagenern beim ASV.

Hagen.   Der erste Doppelspieltag für Eintracht Hagen bringt das doppelte Wiedersehen für Niels Pfannenschmidt. Mit Ex-Team Hamm und Ex-Spieler Savvas.

Der erste Doppelspieltag für den VfL Eintracht Hagen bringt auch das doppelte Wiedersehen für Niels Pfannenschmidt. Freitag geht es für den Trainer des Handball-Zweitligisten zunächst mit seinem aktuellen Team zur ehemaligen Mannschaft. Beim ASV Hamm-Westfalen, um 19.15 Uhr dann Gastgeber in der Westpress-Arena, war der 43-Jährige im Februar beurlaubt worden, kurz darauf wechselte er nach Hagen. Und am Sonntag erwartet der VfL Eintracht um 17 Uhr in der Arena am Ischeland Mitaufsteiger Eintracht Hildesheim um Liga-Toptorjäger Savvas Savvas, den Pfannenschmidt einst nach Hamm geholt hatte. Dem VfL-Coach indes geht es am Wochenende in erster Linie um zwei Chancen, mit seinem aktuellen Arbeitgeber den letzten Platz zu verlassen.

Beim aktuellen Siebten in Hamm, dem letzten Hinrundengegner aus der oberen Tabellenhälfte wird das „ganz, ganz schwierig“, dessen ist sich Pfannenschmidt vor dem Duell mit seinem Ex-Team bewusst. „Trotzdem ist da etwas drin, auch Hamm hat immer wieder Leistungs-Schwankungen, etwa zuletzt bei den Rhein Vikings verloren“, glaubt er, „wir müssen da sein, wenn sie einen schlechten Tag erwischen.“ Bisher war das bei den mittlerweile wieder von Kay Rothenpieler betreuten Hammern nur selten der Fall, zuletzt siegten sie mit 28:22 bei Titelkandidat HSC Coburg. „Die haben eine richtig gute Mannschaft, die ich hinter den großen Drei einordne“, sagt Pfannenschmidt, das bis Februar von ihm betreute Team sei gut weiterentwickelt und ergänzt worden. Torwart Felix Storbeck etwa zählt er zu den besten der Liga, mit Linksaußen Vyron Papadopoulos kam aus Rostock der beste Schütze der Vorsaison. Der Ex-Schalksmühler Julian Krieg wurde von Bundesliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten verpflichtet, Mittelmann Fannar Fridgeirsson ist in Hagen noch aus dessen Zeit beim VfL Eintracht in der Zweitliga-Saison 2015/16 bekannt.

Dass die Partie an der ehemaligen Wirkungsstätte für Pfannenschmidt „ein besonderes Spiel“ ist, das räumt er nach eineinhalb Spielzeiten als Chefcoach in Hamm ein: „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es sei eine Partie wie jede andere.“ Aber für Sentimentalitäten sei kein Platz: „Wir laufen den verlorenen zwei Zählern gegen Dessau hinterher, das hätte nicht sein müssen. Wir müssen sehen, dass wir punkten.“


Toptorjäger Savvas kommt

Das gilt noch mehr für das Heimspiel am Sonntag gegen Eintracht Hildesheim, zumal der Mitaufsteiger nach zwei Auswärtssiegen zum Saisonstart aus den letzten sieben Partien nur noch einen Zähler holte. „Die laufen der Musik zuletzt hinterher“, sagt der Hagener Coach vor dem Duell mit dem zwei Punkte mehr aufweisenden Tabellen-15.. Es gelte wie bei den - später auch gewonnenen - Heimspielen gegen die Rhein Vikings und TuSEM Essen: „Da müssen wir punkten.“ Besonderes Augenmerk sollte dabei dem jungen griechischen Rückraumschützen Savvas Savvas (20) gelten, den Pfannenschmidt von Hildesheim 2015 nach Hamm holte, der dort aber nach einem Kreuzbandriss lange ausfiel. Und nun für die Hildesheimer so auftrumpft, dass ihn bereits Bundesligist GWD Minden für die neue Saison unter Vertrag genommen hat. „Er ist der Alleinunterhalter auf seiner Position“, weiß Pfannenschmidt, „und er spielt sehr gut mit Kreisläufer Niko Tzoufras zusammen.“ Drei weitere Landsleute geben der Mannschaft von Trainer und Geschäftsführer Gerald Oberbeck stark griechischen Einschlag. Im Duell mit den Niedersachsen hoffen die Hagener, angesichts ihres verstärkten Kaders den längeren Atem zu haben. Zumal Neuzugang Andreas Bornemann mit weiteren Trainingseinheiten ins Team integriert werden konnte. „Gerade für einen Doppelspieltag ist es wichtig, dass wir alle dabei haben“, sagt Pfannenschmidt, „da kommt es auch darauf an, die Spielanteile gut zu verteilen.“

Emsdetten/Hagen. Im dritten Saison-Vorbereitungsspiel musste Handball-Zweitliga-Aufsteiger VfL Eintracht Hagen die erste Niederlage hinnehmen. Nach einem 36:34-Erfolg bei Drittligist Neuss und einem 28:18-Sieg am vergangenen Freitag bei Zweitligist ASV Hamm gab es beim TV Emsdetten, ebenfalls ein Rivale aus der zweiten Liga, eine 30:34-Niederlage.

Trotzdem war Lars Hepp nicht unzufrieden. „Das war ein wirklich guter Test“, urteilte der Eintracht-Übungsleiter, „Emsdetten war stark, wir waren 50 Minuten ebenbürtig.“ Anfangs sogar mehr als das: Das Hepp-Team erwischte den besseren Start, lag nach acht Minuten mit 8:2 vorn und ging mit einem Viertore-Vorsprung (17:13) in die Halbzeit. Erst beim 25:25 glich Emsdetten aus und nutzte in der Schlussphase ein Hagener Nachlassen besonders in der Abwehr zum Sieg.

Mehrere VfL-Zeitstrafen spielten den Münsterländern dabei in die Karten, zudem musste Matthias Aschenbroich nach einer starken Leistung eine Viertelstunde vor Schluss mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Feld.

VfL Eintracht: Müller (1.-20. Minute), Ferne (21.-40.), Mahnke (41.-60.); Reinarz (8/4) Fridgeirsson, Strohl, Ciupinski (2), Prokopec, Aschenbroich (6), von Boenigk (3), Kraus (2), Renninger (1), Weißbach (4), Schneider (4).

Rainer Hofeditz

Trotz guter Leistung verliert VfL Eintracht in Emsdetten | Westfalenpost.de - Lesen Sie mehr auf:
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