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VfL Eintracht schafft gegen Hildesheim höchsten Saisonsieg

 

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Starkes Spiel gegen Hildesheim:Der Eintracht-Halbrechte Jan von Boenigk, schon in Halbzeit eins fünfmaliger Torschütze, setzt sich kraftvoll im Angriff durch. Hildesheims Liga-Toptorschütze Savvas Savvas (rechts) bleibt da nur eine Nebenrolle. Foto:Michael Kleinrensing

Zwei Tage nach der 24:36-Pleite in Hamm rehabilitieren sich die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen beim 33:19 gegen Hildesheim glänzend

Das war die richtige Antwort: Weniger als 48 Stunden nach der höchsten Saisonniederlage, die die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen am Freitag mit 24:36 beim ASV Hamm kassierten, fuhr das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt den höchsten Saisonsieg ein. Durch einen 33:19 (16:11)-Erfolg gegen Mitaufsteiger Eintracht Hildesheim lösten sich die Grüngelben vom Tabellenende und schlossen nach Punkten zu den geschlagenen Gästen auf, die als 16. den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegen. Zwei Tore mehr, und der VfL hätte auch Hildesheim überholt.

Und das war durchaus möglich, denn in der Schlussphase ließen Andreas Bornemann, Tim Lindner, der 60 Minuten als Linksaußen durchspielte, und Bartosz Konitz noch drei Großchancen liegen, als sie freistehend an Hildesheims eingewechseltem Schlussmann Paul Twarz scheiterten. Was jedoch absolut nebensächlich war angesichts des hervorragenden Gesamteindrucks, den das Pfannenschmidt-Team hinterließ. Insgesamt war die Leistung so schön wie der Kempa-Trick, mit dem Tilman Pröhl auf Pass von Bartosz Konitz den Endstand herstellte.

„Ich habe unsere 1. Mannschaft lange nicht mehr so konstant durchspielen gesehen“, war Klubchef Detlef Spruth voll des Lobes. „Die Deckung stand sehr gut, jeder ist für jeden in die Bresche gesprungen. Das war mehr als ein Lebenszeichen!“ Ein Sonderlob von Sportdirektor Michael Stock für ihre Abwehrarbeit verdienten sich Dragan Tubic und Dominik Waldhof. Tubic, der Savvas Savvas vom Anpfiff an bearbeitete, konnte zwar drei Feldtore des Liga-Toptorschützen in den ersten acht Minuten nicht verhindern, doch danach traf der Grieche, der schon bei Erstligist GWD Minden unterschrieben hat, nur noch einmal vom Siebenmeterpunkt aus. Hildesheims Coach Gerald Oberbeck hätte sich für die konsequente Bewachung seines Torjägers den einen oder anderen Pfiff mehr gewünscht. Im VfL-Lager war man dagegen der Meinung, dass die Erstliga-Schiedsrichterinnen (!) Maike Merz und Tanja Schilha ihre Sache sehr gut machten.
Pfannenschmidt lobt Mentalität

In Rückstand gerieten die Gastgeber nie. Nur zweimal, beim 8:8 und 9:9, schafften die Niedersachsen den Ausgleich. Dann setzte sich der VfL Eintracht vor 600 Zuschauern mit einem 7:2-Lauf erstmals ab. An Unterstützung von den Rängen fehlte es nicht, wozu neben dem Fanklub „Crocodiles“ vor allem das Iserlohner Drum-Corps „Sound of Sauerland“, das pausenlos trommelte, beitrug. „Die Stimmung war geil und hat viel dazu beigetragen, dass wir so gespielt haben“, bedankte sich Hagens Co-Trainer Pavel Prokopec nach der Schlusssirene bei der Kulisse.

Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag. Ein 5:1-Start zum 21:12 zerstreute die letzten Befürchtungen, hier könne vielleicht noch etwas anbrennen. Jannis Fauteck sorgte mit dem 25:15 (45.) für die erste Zehntore-Führung, beim 30:17 (53.) durch Tilman Pröhls zweiten Treffer in Folge war erstmals ein 13-Tore-Abstand erreicht. Die Gastgeber ließen nie nach und hatten sichtlich Spaß am Spiel, wofür ein erster Kempa-Trick, den Tubic auflegte und Konitz abschloss, ein Beleg war (23:14).

„Wir haben heute gezeigt, dass wir als Mannschaft zusammenwachsen“, lobte Niels Pfannenschmidt unter anderem die Mentalität seiner Spieler. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung.“

VfL Eintracht Hagen: Mahncke; Lindner (3), Kress (3/1), Tubic (3), Pröhl (6), Schneider (1), Fauteck (1), Renninger (3), Konitz (3), Waldhof (2), Bornemann (2), von Boenigk (6).

Tore Hildesheim: Simon (2), John (5), Tzoufras (2), Wiebe, Weit (1), von Hermani (4), Passias (1), Savvas (4/1).

Quelle: Lokalsport

Emsdetten/Hagen. Im dritten Saison-Vorbereitungsspiel musste Handball-Zweitliga-Aufsteiger VfL Eintracht Hagen die erste Niederlage hinnehmen. Nach einem 36:34-Erfolg bei Drittligist Neuss und einem 28:18-Sieg am vergangenen Freitag bei Zweitligist ASV Hamm gab es beim TV Emsdetten, ebenfalls ein Rivale aus der zweiten Liga, eine 30:34-Niederlage.

Trotzdem war Lars Hepp nicht unzufrieden. „Das war ein wirklich guter Test“, urteilte der Eintracht-Übungsleiter, „Emsdetten war stark, wir waren 50 Minuten ebenbürtig.“ Anfangs sogar mehr als das: Das Hepp-Team erwischte den besseren Start, lag nach acht Minuten mit 8:2 vorn und ging mit einem Viertore-Vorsprung (17:13) in die Halbzeit. Erst beim 25:25 glich Emsdetten aus und nutzte in der Schlussphase ein Hagener Nachlassen besonders in der Abwehr zum Sieg.

Mehrere VfL-Zeitstrafen spielten den Münsterländern dabei in die Karten, zudem musste Matthias Aschenbroich nach einer starken Leistung eine Viertelstunde vor Schluss mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Feld.

VfL Eintracht: Müller (1.-20. Minute), Ferne (21.-40.), Mahnke (41.-60.); Reinarz (8/4) Fridgeirsson, Strohl, Ciupinski (2), Prokopec, Aschenbroich (6), von Boenigk (3), Kraus (2), Renninger (1), Weißbach (4), Schneider (4).

Rainer Hofeditz

Trotz guter Leistung verliert VfL Eintracht in Emsdetten | Westfalenpost.de - Lesen Sie mehr auf:
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