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Eintracht profitiert beim 32:29 von Qualität auf der Bank

Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen verbessern mit Erfolg gegen Saarlouis ihre Heimbilanz auf zuletzt 8:2 Punkte.

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Der Rückraumlinke Sebastian Schneider war in der ersten Halbzeit mit vier Toren durchschlagskräftigster Akteur des VfL Eintracht Hagen. Bartosz Konitz, der ihn nach 40 Minuten ersetzte, traf sogar sechsmal. Foto:Michael Kleinrensing

 

Hauptsache gewonnen! Nach dem 32:29 (13:13)-Erfolg des Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen gegen die HG Saarlouis war bei der Mehrheit der Zuschauer Erleichterung das vorherrschende Gefühl. Die Punkte mussten am Ischeland bleiben, um im Kampf um den Klassenerhalt gegen einen direkten Konkurrenten nicht weiter an Boden zu verlieren. Dieses Ziel wurde erreicht, das allein zählte. Mit 8:2 Punkten aus den letzten fünf Spielen in eigener Halle hat sich das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt mittlerweile zu einer Heimmacht entwickelt.

Dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, damit hatte der Hagener Übungsleiter gerechnet. „In der ersten Halbzeit war ich mit der Abwehr zufrieden, auch Tobi Mahncke hat im Tor eine gute Leistung geboten“, fasste Pfannenschmidt am Ende die ersten 30 Minuten zusammen. Im Angriff taten sich die Eintrachtler, bei denen Sebastian Schneider noch am meisten Durchschlagskraft entwickelte, schwer. Nur einmal gelang es, eine Zweitore-Führung herauszuwerfen (5:3, 10. Minute), ab dem 7:8 legten zunächst jeweils die Gäste vor. Jan von Boenigk holte mit zwei Toren in Folge die Führung zurück (12:11), zur Pause war verdientermaßen alles offen.

Nach dem Seitenwechsel schien sich die Waagschale zugunsten des VfL zu neigen (17:14, 18:15), aber der Vorsprung wurde wieder verspielt. Mit einem 4:0-Lauf wandelten die Gäste einen 17:19-Rückstand in eine 21:19-Führung um.

Aber die Eintrachtler bewahrten kühlen Kopf und drehten die Partie erneut. Maßgeblich daran beteiligt war Bartosz Konitz, der erst in der 40. Minute für Schneider kam und mit sechs Treffern zu einem spielentscheidenden Faktor wurde. „Wir haben einen guten Kader, wenn du reinkommst, dann musst du da sein“, so beschrieb der Altinternationale seinen höchst effektiven Auftritt. „In der zweiten Liga sind die meisten Teams breit aufgestellt. Wenn man da Qualität auf der Bank hat, zahlt sich das irgendwann aus“, sagte Co-Trainer Pavel Prokopec nach dem Spiel.
Platzt in Konstanz Auswärtsknoten?

Auch Mittelmann Jannis Fauteck zählte zu jenen eingewechselten Kräften, die sich ein Trainer-Lob verdienten. Jan von Boenigk auf halbrechts und Linksaußen Daniel Mestrum, die beide im Angriff durchspielten, zählten ebenfalls zu den Aktivposten. Am Ende war es jedoch ein Erfolg des gesamten Eintracht-Teams, das über Zwischenstände von 24:22, 27:24 und 31:27 den vierten Heimsieg nach Hause brachte.

„Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und den Gegner dadurch eingeladen“, haderte HGS-Coach Philipp Kessler, dessen Team weiter auf den ersten Auswärspunkt wartet.

Gleiches gilt für den VfL Eintracht, der seine schwarze Auswärtsserie am Samstag in Konstanz beenden will. „Wir reisen erstmals einen Tag vor dem Spiel an, übernachten dort und werden dann den ersten Auswärtssieg feiern“, so stellt sich Niels Pfannenschmidt den Ablauf vor.

VfL Eintracht Hagen: Mahncke; Kress, Tubic (3), Pröhl (2), Schneider (4), Fauteck (4), Renninger, Konitz (6), Waldhof (1), Mestrum (7/1), von Boenigk (5).

Torschützen HG Saarlouis: Kolodziej (6), Murawski (2), Weissgerber (5/1), Barkow (6), Muller (4), Müller (5), Andersson (1).

Quelle: Lokalsport

 

 

Emsdetten/Hagen. Im dritten Saison-Vorbereitungsspiel musste Handball-Zweitliga-Aufsteiger VfL Eintracht Hagen die erste Niederlage hinnehmen. Nach einem 36:34-Erfolg bei Drittligist Neuss und einem 28:18-Sieg am vergangenen Freitag bei Zweitligist ASV Hamm gab es beim TV Emsdetten, ebenfalls ein Rivale aus der zweiten Liga, eine 30:34-Niederlage.

Trotzdem war Lars Hepp nicht unzufrieden. „Das war ein wirklich guter Test“, urteilte der Eintracht-Übungsleiter, „Emsdetten war stark, wir waren 50 Minuten ebenbürtig.“ Anfangs sogar mehr als das: Das Hepp-Team erwischte den besseren Start, lag nach acht Minuten mit 8:2 vorn und ging mit einem Viertore-Vorsprung (17:13) in die Halbzeit. Erst beim 25:25 glich Emsdetten aus und nutzte in der Schlussphase ein Hagener Nachlassen besonders in der Abwehr zum Sieg.

Mehrere VfL-Zeitstrafen spielten den Münsterländern dabei in die Karten, zudem musste Matthias Aschenbroich nach einer starken Leistung eine Viertelstunde vor Schluss mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Feld.

VfL Eintracht: Müller (1.-20. Minute), Ferne (21.-40.), Mahnke (41.-60.); Reinarz (8/4) Fridgeirsson, Strohl, Ciupinski (2), Prokopec, Aschenbroich (6), von Boenigk (3), Kraus (2), Renninger (1), Weißbach (4), Schneider (4).

Rainer Hofeditz

Trotz guter Leistung verliert VfL Eintracht in Emsdetten | Westfalenpost.de - Lesen Sie mehr auf:
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