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Retrospektive: Das Spielgerät im Wandel der Zeit

 

 

Ralf2016

Eine Betrachtung von Ralf Wilke.

100 Jahre Handballsport in Deutschland – in 70 von diesen 100 Jahren hatte ich das Glück, in dieser Sportart am Ball sein zu dürfen. Als ehemaliger Feldhandball-Bundesligaspieler und späteres Mitglied eines Handballvorstandes lernte ich schon als Zehnjähriger das Spielgerät dieser Sportart kennen. Der Ball – logisch – hat immer im Mittelpunkt unserer geliebten Sportart gestanden. Damals gab es noch 22 Spieler, aber immer nur diesen einen Ball. Grund genug, einen ausführlichen Blick auf das „runde Etwas“ zu werfen.

Als ich 1948 erstmals einen Lederball im Wettkampf kennenlernte, war der Ball in den Sportvereinen noch Mangelware. Es gab auch noch keine Unterschiede zwischen  Jugend- und Seniorenbällen. Der Umfang eines Balles betrug damals einheitlich 64 Zentimeter. Ein Maß, das ich aus Erzählungen älterer Handballkameraden übernommen habe.

Meistens brachte der Obmann einer Handballabteilung sonntagmorgens zwei Exemplare mit zum Spiel. Die Bälle wurden von ihm gehegt und gepflegt – kleine Heiligtümer beinahe. Alle Nähte wurden vor dem Spiel gut eingefettet, der Ball akribisch auf seinen Luftdruck geprüft. Gingen die Nähte doch einmal kaputt, musste der Ball zum Sattler oder Schuhmacher zur Reparatur gebracht werden.

Jugend bettelte um Bälle

Es gab seinerzeit so wenig Ballmaterial, dass uns Jugendlichen im Training oft nur minderwertige Bälle zur Verfügung standen. Oft mussten wir bei den Senioren geradezu darum betteln, dass sie uns überhaupt einen Ball abtreten.

Feldhandball wurde damals bei Wind und Wetter, bei Regen und sogar bei Schnee gespielt. Bei derart extremen Witterungsverhältnissen wurde ein Lederball natürlich überstrapaziert. Er wurde immer schwerer und sehr glitschig.

„Üllemann“ im Inneren

Wie schon erwähnt, hatte der Ball damals einen Umfang von 64 Zentimetern. Im Inneren befand sich eine Gummiblase mit dem sogenannten „Üllemann“. Durch einen 10 Zentimeter langen Schlitz in der Lederhülle wurde die Blase, natürlich unaufgeblasen, in das Innere der Hülle gesteckt. Jetzt konnte die Blase durch den „Üllemann“ aufgepumpt werden.
War der gewünschte Luftdruck erreicht, knickte man den „Ülle“ in der Mitte um und band ihn mit einem Packband fest zu, so dass keine Luft mehr entweichen konnte.

Ball wird zum Ei

Jetzt begann der wichtigste Teil der Arbeit. Mit einem starken Lederriemen wurde der lange Schlitz in der Hülle sorgfältig verschnürt, so dass der Ball die gewünschte runde Form annahm. Wenn dieser Arbeitsgang nicht richtig durchgeführt wurde, nahm der Ball die Gestalt eines Eies an und sprang beim Prellen in alle Richtungen.
Anfang der 1960er-Jahre begann die Weiterentwicklung des Spielgerätes. Der Umfang ging zurück auf 60 Zentimeter, die Ballhülle hatte zudem eine kreisrunde Öffnung von vielleicht 2,5 Zentimetern im Durchmesser. Darunter befand sich ein kleiner Lederlappen zum Schutz der Blase, die jetzt mittlerweile ohne „Üllemann“ aufzupumpen war. Aber noch immer saugte sich der Ball bei Regenwetter voll mit Wasser, so dass er schwer und glitschig – und für die meisten Spieler auch unkontrollierbar war.

Das sollte sich Ende der 1960er-Jahre/Anfang der 1970er-Jahre gravierend verändern. Das Ligaspiel in den höchsten Spielklassen verlagerte sich immer mehr von den ungeliebten Aschenplätzen auf gut präparierte Rasenplätze.
Jetzt wurde erstmals ein imprägnierter Ball entwickelt, der kein Wasser und auch keine Feuchtigkeit mehr annahm. Das Spielgerät wurde griffiger, die Wurftechniken entwickelten sich immer weiter. Auch an den Endergebnissen der Spiele war diese Entwicklung abzulesen. Gingen in den 1920er- und 1930er-Jahren die Spiele 1:0, 2:1 oder 4:3 aus, so erzielten die Mannschaften inzwischen Ergebnisse von 11:9 oder 17:15. Aber es fielen nur selten deutlich mehr als 20 Tore in einem Spiel.

Ball70er

Start der Haftmittel-Ära

Mitte der 1970er-Jahre folgte die Einstellung des Feldhandballspiels. Mit der Verlagerung in die Halle entwickelte sich das Ballmaterial in eine ganz andere Richtung. Inzwischen hatte man sich darauf geeinigt, dass im Seniorenbereich nur noch Bälle mit einem Umfang von 58 Zentimeter gespielt werden durften. Es begann die Ära, in der Haftmittel mit dem Ball in Verbindung kam.

Haftmittel, „Kleber“, „Harz“, „Patte“, „Backe“ – die Liste der Bezeichnung ist lang, meint aber immer dasselbe: Die Spieler benutz(t)en Haftmittel – die einen mehr, die anderen weniger –, um eine bessere Ballkontrolle zu haben. Die Entwicklung neuer Wurftechniken wie „Dreher“ oder gefühlvolle „Leger“ waren die Folge.
Der Übergang zum „Harz-Zeitalter“, das im übrigen bis heute anhält, war indes ein grober. Speziell für den Handballsport entwickelte Kleber gab es nicht. So war der Gang in den Baumarkt oder die Genossenschaft in diesen Jahren ein regelmäßiger für die Handballer: Gekauft wurde dort Baumharz, eigentlich gedacht zur Veredelung von Obstbäumen. Warnhinweis auf den Dosen: „Auf keinen Fall mit Haut in Kontakt kommen lassen!“ Doch gerade das taten die Handballer.

Königslösung gesucht

Inzwischen ist die nächste Entwicklungsstufe erreicht und die übernächste kommt immer näher. Die Bälle bestehen nicht mehr nur aus Leder, sondern alternativ auch aus Kunststoffen, die Oberflächen werden häufig mit Kunststoffkaschierungen ausgestattet. Damit soll eine bessere Griffigkeit erzielt werden. Gleichwohl: Die „Königslösung“, um auf Haftmittel, die es inzwischen in hautschonenden und wasserlöslichen Ausführungen gibt, verzichten zu können, ist noch immer nicht gefunden.

Dafür nimmt der „Harz“-Gebrauch immer weiter zu, was häufig zu Problemen in den Sporthallen führt. Die Reinigungsintervalle werden immer kürzer, die  Beschwerden von Sportlern, die sich von den Harzrückständen belästigt fühlen, lauter. Vereine, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen, stellen sich diesen Herausforderungen.

Die Anschaffung von teuren Spezialmaschinen, mit deren Hilfe die Bälle vor jedem Training/Spiel gereinigt werden, gehört zum Kampf gegen die „Hinterlassenschaften“ des Haftmittels, das für den modernen Handballsport dennoch unerlässlich ist, dazu. Unangenehmer Nebeneffekt: Aufgrund der häufigen Reinigung verkürzt sich die Lebensdauer der modernen Bälle. Länger als ein Jahr hält ein Ball inzwischen nicht mehr.

Auch aus diesem Grund wird eine Initiative des Internationalen Handballverbandes (IHF) intensiv und kontrovers diskutiert. Die IHF hat einem japanischen Ballhersteller ein siebenstelliges Budget zur Verfügung gestellt, um einen Ball zu entwickeln, der quasi „selbstklebend“ ist – Haftmittel würden dann von der Champions League bis zur Kreisklasse der Vergangenheit angehören.

Indes: Es gibt Bälle mit einer solchen Oberfläche bereits, sie stoßen aktuell immer dann an ihre Grenzen, wenn sie mit Feuchtigkeit (also Schweiß) in Verbindung kommen. Und so bleibt die Entwicklung im Handballsport auch nach 100 Jahren nicht stehen. Eine Sportart im Wandel der Zeit...

 

 

 

Emsdetten/Hagen. Im dritten Saison-Vorbereitungsspiel musste Handball-Zweitliga-Aufsteiger VfL Eintracht Hagen die erste Niederlage hinnehmen. Nach einem 36:34-Erfolg bei Drittligist Neuss und einem 28:18-Sieg am vergangenen Freitag bei Zweitligist ASV Hamm gab es beim TV Emsdetten, ebenfalls ein Rivale aus der zweiten Liga, eine 30:34-Niederlage.

Trotzdem war Lars Hepp nicht unzufrieden. „Das war ein wirklich guter Test“, urteilte der Eintracht-Übungsleiter, „Emsdetten war stark, wir waren 50 Minuten ebenbürtig.“ Anfangs sogar mehr als das: Das Hepp-Team erwischte den besseren Start, lag nach acht Minuten mit 8:2 vorn und ging mit einem Viertore-Vorsprung (17:13) in die Halbzeit. Erst beim 25:25 glich Emsdetten aus und nutzte in der Schlussphase ein Hagener Nachlassen besonders in der Abwehr zum Sieg.

Mehrere VfL-Zeitstrafen spielten den Münsterländern dabei in die Karten, zudem musste Matthias Aschenbroich nach einer starken Leistung eine Viertelstunde vor Schluss mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Feld.

VfL Eintracht: Müller (1.-20. Minute), Ferne (21.-40.), Mahnke (41.-60.); Reinarz (8/4) Fridgeirsson, Strohl, Ciupinski (2), Prokopec, Aschenbroich (6), von Boenigk (3), Kraus (2), Renninger (1), Weißbach (4), Schneider (4).

Rainer Hofeditz

Trotz guter Leistung verliert VfL Eintracht in Emsdetten | Westfalenpost.de - Lesen Sie mehr auf:
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