5. Mannschaft: VfL Eintracht Hagen – HSG Herdecke/Ende 3 27:22 (14:10)

Einen aus Sicht der Gastgeber erfolgreichen Handballabend erlebten am Samstag die Zuschauer in der Halle Mittelstadt. Während Eintrachts Zweite im Topspiel dem bisher verlustpunktfreien Tabellenführer VfL Gladbeck dank eines fulminanten Endspurts noch ein Unentschieden abknöpfte, konnte die fünfte Mannschaft ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer HSG Herdecke/Ende 3 zuvor deutlich mit 27:22 für sich entscheiden.

Auf Seiten des VfL wollte man die Erwartungen nicht allzu hoch aufhängen, immerhin fehlte mit Christian Wojtek der Topscorer. Gerade im Rückraum war man dadurch schmal besetzt. Getreu dem Motto „Du hast keine Chance – nutze sie!“ starteten die Grün-Gelben in ihren neuen Jubiläumstrikots unbeschwert, aber auch hochkonzentriert in die Partie. Der Mittelblock um Martin Tessari stand bombensicher, so dass Herdecke immer wieder zu schlechten Würfen gezwungen wurde. Linus Mittelbach und Mathias Schmidt auf den Halbpositionen drückten der Anfangsphase im Angriff ihren Stempel auf, erzielten bis zur 7:2-Führung nach elf Minuten je drei Treffer. Trotz einer frühen Auszeit der völlig konsternierten Gäste erhöhte Eintracht sogar auf 9:2 (´16), ehe der Tabellenführer besser in sein Spiel fand. Kevin Schuster auf Linksaußen wurde von Beginn an kurz gedeckt, aber nun nahmen die Gäste auch Schmidt auf halblinks in Manndeckung, um so das Aufbauspiel der Grün-Gelben entscheidend zu stören. Diese Umstellung fruchtete sehr gut, die Fünfte tat sich schwer und verlor zahlreiche Bälle. Herdecke holte Tor um Tor auf, so dass Jörg Dierkes, der als Coach fungierte, nun seinerseits zur Auszeit griff. Vier Treffer in Folge brachten die Gäste schließlich bis auf 9:11 heran, ehe der VfL bis zur Pause durch Tore von Rudi Heite und Olaf Matalla den Abstand zumindest wieder auf 14:10 erhöhte.

Herdecke kam mit „voller Kapelle“, konnte dadurch fließend wechseln. Der Fünften war klar, dass das Spiel in der zweiten Hälfte zu einer Frage von Kraft und Ausdauer würde. Kampf pur lautete daher das Motto. Herdecke behielt die offensive Deckung bei, so dass Eintrachts Außen- und Kreisspieler stärker gefordert waren. Näher als zwei Tore kamen die Gäste aber nie heran (15:13 in der `34 / 19:17 in der `46). Die Eintracht kämpfte in der Abwehr um jeden Ball, und Reiner Friedrichs im Kasten dahinter blieb der Fels in der Brandung. Zehn Minuten vor dem Abpfiff musste Heite mit einer Zeitstrafe vom Feld, aber Friedrichs hielt den folgenden Strafwurf. Vier Minuten fiel auf beiden Seiten kein Treffer, ehe Eintrachts Youngster Mittelbach zum 23:17 einnetzte. Herdecke setzte nun alles auf eine Karte und ging in offene Manndeckung über. Aber auch hier behielt der VfL die Nerven und brachte den verdienten Heimsieg mit dem Schlusstreffer von Schuster zum 27:22 über die Zeit. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung feierte die Fünfte als neuer Tabellenführer den dritten Sieg in Folge.

Aufstellung: Friedrichs (Tor), D’Agata (n. e.) – Bornemann (1), Kann, Matalla (1), Mittelbach, L. (8), Schuster (4), Heite (5/1), Mittelbach, J., Tessari, Schmidt (8).

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