B2-Jugend: HSG ECD Hagen – VfL Eintracht Hagen 2 16:30 (11:13)

Eintrachts männliche B2-Jugend startete zum Saisonauftakt mit einem „Auswärtsspiel“ im Emster Dom. Beide Mannschaften kennen sich gut, haben in den letzten Jahren oft gegeneinander gespielt. Doch bei beiden Teams ging der lange Lockdown nicht spurlos vorüber. Anders als bei noch stärker leistungsorientierten Mannschaften, die beim VfL so gut wie keine Abgänge zu verzeichnen hatten, war der Aderlass bei vielen Hagener Mannschaften auf Kreisebene doch spürbar. Während sich die Grün-Gelben zumindest mit drei Spielern aus der jüngeren C1 verstärken konnten, musste die HSG mit ähnlichen Sorgen mit sehr kleiner Kapelle antreten, darunter ein Handballneuling.

Die Hausherren markierten das 1:0, ehe der VfL Fahrt aufnahm und insbesondere durch schöne Treffer vom Kreis durch Luca Moor eine frühe 5:2- Führung (`6te Minute) erzielte. Aber Emst hielt kämpferisch dagegen, glich beim 6:6 sogar wieder aus. Begünstigt wurde die Aufholjagd allerdings durch eine unaufmerksame und passive Abwehr der Gäste, und eine nicht vorhandene Torwartleistung. „Jeder (gegnerische) Wurf ein Treffer“ – so konnte man die erste Halbzeit aus Sicht der VfL-Hintermannschaft bei gerade einmal vier gehaltenen Bällen zusammenfassen. Die 6-0-Deckung der Grün-Gelben schirmte weder den Kreis gut ab, noch trat man gegen den Ballführenden einen Schritt hinaus oder ging rechtzeitig zum Block bei Würfen aus dem Rückraum. Dazu kamen eine schlechte Wurfquote und einige überhastete Abschlüsse. So war der knappe 11:13 Pausenstand nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit nicht verwunderlich, in der nur die HSG gegen einen körperlich deutlich überlegenen Gegner zu überzeugen wusste.

Nach dem Wechsel stellte Eintrachts Trainergespann die Deckung auf eine offensivere 5-1-Variante um, um so den quirligen Mittelmann der Hausherren früher unter Druck zu setzen. Diese Maßnahme fruchtete schnell: Aus dem 12:14 wurde binnen von knapp zehn Minuten dank eines Neun-zu-Null-Laufes ein komfortabler 12:23 – Vorsprung der Gäste, die sich nun auch durch eine Auszeit der HSG nicht aus ihrem Rhythmus bringen ließen. Auch die C-Jugendlichen fügten sich rasch in die für sie noch ungewohnte Deckungsformation ein. Marvin Hammer konnte immer mehr Würfe entschärfen (2te Hälfte: 11 Paraden), vor allem von den Außenpositionen. Eigene Chancen wurden besser genutzt, so dass der VfL nach einer schwachen ersten Hälfte immerhin noch insgesamt 60 Prozent Chancenverwertung erreichte. Zudem spielte nun auch das größere Wechselkontingent den Gästen zunehmend stärker in die Karten, da man ständig routierte und so frische Spieler bringen konnte. Die Führung wurde bis zum 16:30 Endstand fünf Minuten vor Spielende (!) kontinuierlich vergrößert, ehe das Spiel zusehends abflachte.

Aufstellung: Hammer (Tor) – Külpmann (3), Katrantzis (2), Nölle (5), Spettmann (1), Flüs (1), Gulino, Moor (7), Debudaj (4), Dudczak (5), Sand (2).

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