Verbandsliga: VfL Eintracht Hagen III - SGSH Dragons II 35:37 (21:22). Der Plan, nach der ersten Saisonniederlage vor drei Wochen in Altenbögge eine neue Siegesserie zu starten, konnte gegen den bisherigen Tabellenvorletzten nicht umgesetzt werden. „Wir haben uns vor allem in der Abwehr nicht an die Absprachen gehalten“, bilanzierte Eintracht-Coach Rico Gutschlag, der auch mit der Schiedsrichterleistung haderte. „Aber damit will ich die Niederlage nicht entschuldigen. „Wir müssen in erster Linie auf uns gucken!“
Und da gab es ungewohnte Defizite, ganz gleich, mit welcher Formation die Grün-Gelben agierten. Was dazu führte, dass die diszipliniert auftretenden Gäste aus Schalksmühle und Halver besser ins Spiel fanden und nach 15 Minuten mit 13:9 führten. In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs schienen die Hausherren die Partie auf ihre Seite ziehen zu können (18:16, 20:18), aber kurz vor der Pause nutzten die Dragons weitere Fehler des Favoriten zur knappen Halbzeit-Führung.
Der zweite Spielabschnitt war ein offener Schlagabtausch. Drei Minuten vor Schluss ging die „Dritte“ durch Simon Czerkawskis neunten Treffer mit 35:34 in Führung, aber die Schlussphase gehörte dem noch dreimal erfolgreichen Kontrahenten aus dem Märkischen Kreis. „Wir müssen diese Partie aufarbeiten und die richtigen Lehren daraus ziehen“, kündigte Gutschlag für die anstehende Trainingswoche eine Aussprache an. „Damit wir es beim nächsten Mal wieder bessermachen!“
Die kommende Herausforderung wird allerdings groß. Nicht zuletzt, weil bei der SG Ruhrtal (8:4 Punkte), die am Sonntag um 18 Uhr als Gastgeber wartet, ohne Haftmittel gespielt wird. „Das wird vielleicht die schwierigste Auswärtsaufgabe der Saison“, blickt Rico Gutschlag voraus.
Eintracht III: Wickel, Schweizer - Hurlbrink (2), Ließ (2), Storch (2/1), Hoffmann, Koshold (10), Ricker (1), Hinz, Czerkawski (9/2), Meier (4), Ingwald (2/2), Böcker, Wojtek (3)
Bezirksliga: VfL Eintracht Hagen IV - Letmather TV 34:36 (15:20). Dafür, dass es am Ende die knappste Saisonniederlage neben dem 25:27 beim TV Lössel war, konnte sich das Heimteam von Jannick Truß nichts kaufen. „Wir haben die Partie vor der Pause verloren“, blickte der Eintracht-Spielertrainer nach dem Spiel auf eine erste Halbzeit zurück, in der sein Team bis zum 8:8 (13. Minute) mithielt, dann aber mit fünf Toren ins Hintertreffen geriet (11:16/23.). „Bei besserer Chancenverwertung wäre sogar ein Unentschieden möglich gewesen!“
Im zweiten Abschnitt kamen die Grün-Gelben nicht zuletzt dank der Unterstützung durch Frederic Wulf und dem 53-jährigen (!) Routinier Ingolf Grebe (Truß: „Er wollte unbedingt gegen seinen Sohn Jeremy spielen“) zwischenzeitlich etwas näher heran, bewiesen in der Endphase auch nach einem 23:31-Rückstand Moral und kämpften sich auf 33:35 heran. Auszeit Eintracht 90 Sekunden vor Schluss!
Aber der Plan für den nächsten Angriff konnte nicht in die Tat umgesetzt werden, mit dem 33:36 machte Letmathe alles klar. „Dennoch war es eine sehr kämpferische Leistung von uns, die leider nicht belohnt wurde“, urteilte Jannick Truß abschließend.
Am nächsten Samstag um 18.30 Uhr ist die „Vierte“ in der Schalksmühler Sporthalle Löh beim Tabellen-Drittletzten SGSG Dragons III zu Gast.
Eintracht IV: Krause, Patas - Böcker (4/1), Sand (2), Holz, J. Truß (7), Wulf (4), Grebe (1), Hedtfeld (9), Külpmann (3), F. Hellwage (4)


