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Da half auch der tiefe Schluck aus der Falken-Flasche nicht: Die U19 verlor am Sonntag knapp bei den Rhein-Neckar Löwen.

U19-Falken belohnen sich für starke Aufholjagd nicht

Zwei unterschiedliche Gesichter zeigten die U19-Handballer der Eintracht am drittletzten Spieltag der 1. A-Jugend-Bundesliga Süd. Nach einer ersten Halbzeit, in der das Team von Jan-Lars Gaubatz und Jörg Rode meist klar hinterherlief, steigerten sich die Grün-Gelben deutlich und standen bei den Rhein-Neckar Löwen am Ende dicht vor einem Punktgewinn. Erst zwei Sekunden vor Schluss entschied der Tabellenvierte mit dem Treffer zum 39:37 (23:16)-Endstand die Partie.

Die Anfangsphase verlief aus Hagener Sicht wie schon so oft. Der Wille und das Bemühen, ordentlich aus den Startlöchern zu kommen, waren da, mit der Umsetzung klappte es wieder einmal nicht. 5:1 und 6:2 (6. Minute) stand auf der Anzeigetafel, die Löwen machten leichte Beute und bestraften jeden Fehler der Falken nicht zuletzt mit effektivem Tempospiel.

Zunächst wurde es zwar relativ zügig besser (7:5, 9.), doch die erste Aufholjagd erwies sich als Strohfeuer. Beim Stand von 19:11 (22.) hatte Gaubatz die erste Auszeit gerade hinter sich. „In der Summe waren es wieder zu viele technische Fehler“, haderte der Eintracht-Chefcoach.

In der Pause traf er bei seiner Ansprache offenbar auf offene Ohren. Zunächst wurde der Rückstand wenigstens nicht größer, ab Mitte der zweiten Halbzeit kämpften sich die Grün-Gelben Tor um Tor heran. „Jetzt haben Dinge funktioniert, die anfangs nicht geklappt haben, damit wuchs das Selbstvertrauen“, so Jan-Lars Gaubatz.

Was erst nur nach Ergebniskosmetik aussah, führte tatsächlich noch zu einer richtig spannenden Schlussphase. Nach 52 Minuten brachte Moritz Wojtek seine Farben auf 34:32 heran – auf einmal schien wieder alles möglich!

Und tatsächlich: Als Benny Lueg beim Stand von 38:37 nicht zum ersten Mal stark pariert, ist die Überraschung in Reichweite. Das Hagener Trainerduo nimmt 40 Sekunden vor Schluss eine letzte Auszeit, um den finalen Angriff durchzusprechen. „Wir haben dann auch das gespielt, was wir besprochen hatten“, machte Gaubatz seinem Team am Ende keinen Vorwurf. Auch wenn der Ball beim Gegner landet – ein gutes Abwehrverhalten des Kontrahenten gehört halt dazu.

Jetzt zückt auch Rhein-Neckar-Trainer Martin Berger noch einmal die Grüne Karte. Entreißen lassen sich die Junglöwen die doppelte Punktausbeute danach nicht mehr. Jan Day machte zwei Sekunden vor Schluss mit seinem achten Treffer den Deckel drauf.

„Es wäre mehr als eine knappe Niederlage drin gewesen, aber es ist so, wie es ist. Wir haben wieder etwas, was wir analysieren werden und woraus wir lernen können“, blickt Gaubatz in die neue Trainingswoche, auf die das nächste schwere Spiel gegen den Tabellenzweiten JANO Filder folgt (Samstag, 16.30 Uhr, Sporthalle Mittelstadt). 


Eintracht: Rohmann, Lueg, Schweizer – Berghaus (9), Mielke (2), Ernst, Cyris (2), E. Flüs (4), Krüsmann, Kauert (5/3), Wojtek (6), Niederdellmann, Trute (9), T. Flüs
Top-Torschützen Rhein-Neckar Löwen: Simicic (11), Day (8/1), Jozsa (6), Graf (4)

Da half auch der tiefe Schluck aus der Falken-Flasche nicht: Die U19 verlor am Sonntag knapp bei den Rhein-Neckar Löwen.