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Riesenjubel bei der U19 der Eintracht-Falken: Die Mannschaft von Trainer Jan-Lars Gaubatz zieht erneut in die 1. Bundesliga ein.

U19 zieht zum dritten Mal in Serie in die 1. Bundesliga ein

Geschafft! Zum dritten Mal in Folge werden die U19-Falken der Eintracht 2026/27 in der 1. A-Jugend-Bundesliga spielen. Beim Qualifikations-Heimturnier in der Mittelstadthalle zog das Team von Jan-Lars Gaubatz und Rico Gutschlag als Gruppenzweiter hinter TuSEM Essen ins Nachwuchs-Oberhaus ein. Auch der 1. VfL Potsdam erreichte das gesteckte Ziel. Als vierter Bewerber um drei freie Plätze musste der HC Empor Rostock ohne Punktgewinn die Segel streichen.

VfL Eintracht Hagen – HC Empor Rostock 24:20 (13:10). Erstes Quali-Spiel über 2 x 20 Minuten gegen den am wenigsten bekannten Kontrahenten. Dass unter diesen Umständen eine Anfangs-Nervosität in den VfL-Reihen unverkennbar war, überraschte nicht. Doch obwohl längst nicht alles wunschgemäß lief, gerieten die Falken nie in Rückstand, sondern fanden besser in die Partie (5:2, 8:4/13. Minute).

„Vorteil Hagen“ hieß es bis zur Pause, weil der Gegner von der Ostsee etliche technische Fehler und einige falsche Entscheidungen auf Seiten der Falken nicht konsequent bestrafte. Dies änderte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Rostocker erstmals seit langer Zeit wieder ausgleichen konnten (13:13, 28.).

„Es war elementar, dass wir jetzt nicht eingebrochen sind, sondern in der Folgezeit immer wieder Lösungen gefunden haben“, nahm Eintracht-Chefcoach Gaubatz als beste Erkenntnis aus dem Spiel mit. Bis zum 17:16 (33.) blieb es eng, aber auf der Zielgeraden verdienten sich die Gastgeber im Duell „Südstaffel-Neunter gegen Nordgruppen-Neunter“ über eine 20:17-Führung den Sieg, der am Ende Gold wert war. 

VfL Eintracht Hagen – TuSEM Essen 12:26 (6:11). Nach dem deutlichen Start-Erfolg der Essener gegen Potsdam war klar, dass im zweiten Samstags-Spiel eine hohe Hürde auf die U19-Falken zukommen würde. Und dies wurde von Anfang an untermauert, obwohl die Hausherren einen schnellen 2:5-Rückstand zunächst auf 4:5 verkürzen konnten. Doch in der Folgezeit übernahmen die Montanstädter klar das Kommando.

Zum „Man of the Match“ avancierte TuSEM-Torwart Tim Christiansen, der auch die besten Eintracht-Gelegenheiten mit spektakulären Paraden reihenweise zunichtemachte. „Eine gute Torwartleistung ist das eine, fehlende Konzentration im Abschluss ist das andere“, so bewertete Gaubatz die unzureichende Chancenverwertung seines Teams, durch die die Grün-Gelben nach der Pause endgültig klar auf die Verliererstraße gerieten (6:16, 26.).

Das Spiel war durch, worauf die Eintracht-Coaches mit vielen Wechseln reagierten. Bei Essen klappte weiterhin alles, die zweite Garde der Gastgeber machte ihre Sache gar nicht schlecht. Unter dem Strich blieb jedoch die Erkenntnis, „dass bei uns die Köpfe runtergehen, wenn das Ergebnis deutlich wird“, so Gaubatz, „das war schon in der abgelaufenen Saison oft so, ich hätte es mir in der neuen Konstellation anders gewünscht!“

Die gute Nachricht gab es rund 90 Minuten später: Weil im letzten Samstagsspiel Potsdam gegen Rostock gewann und bei Punktgleichheit der direkte Vergleich gezählt hätte, hatten die Grün-Gelben schon vor ihrem letzten Auftritt am Sonntag den Erstligaplatz sicher.

VfL Eintracht Hagen – 1. VfL Potsdam 19:15 (7:6). „Wir wollen uns mit einer guten Leistung verabschieden“, diese klare Ansage seitens des Hagener Trainerduos gab es für das Heimteam vor dem Spiel um Platz zwei am Sonntagvormittag. Und die Mannschaft konnte die Vorgabe weitgehend umsetzen, vor allem im Defensivbereich.

„Wir haben eine sehr agile und dynamische Abwehr gestellt“, lobte Gaubatz. „Im Angriff haben wir dagegen in der ersten Halbzeit viele Bälle weggeworfen und freie Chancen vergeben.“ Nach der Pause kamen die Hausherren auch offensiv besser in den Spielfluss und verdienten sich den Abschlusserfolg. Dabei setzte der in der vergangenen Saison lange verletzte Noah Cyris schöne Akzente.

Jetzt bleibt abzuwarten, in welche der beiden Zehnerstaffeln die U19-Falken für ihr drittes Erstligajahr in Folge eingeteilt werden. Es könnte aus dem Süden zurück in den Norden gehen. „So oder so wird es für uns wieder eine sehr anspruchsvolle Saison“, dessen sind sich die Verantwortlichen bewusst. „Aber die Spieler bekommen wieder die Gelegenheit, sich mit den Besten ihrer Altersstufe zu messen!“

Eintracht: Rohmann, Lueg – Berghaus (4 Tore gegen Rostock/1 gegen Essen/1 gegen Potsdam), Hellmann (0/1/0), Ernst (0/0/0), Cyris (1/2/5), Richwin (-/0/0), Mazurek (0/1/0), Kauert (6-1/1-1/0), Bauernfeind (4-1/0/2), Niederdellmann (0/0/1), Trute (3/2/3), von den Bergen (0/2/0), Bernhard (4/2/6), Cosentino (2/0/1), T. Flüs (0/0/-)


Ergebnisse, Samstag:
Eintracht – Rostock 24:20
Potsdam – Essen 16:24
Eintracht – Essen 12:26
Rostock – Potsdam 19:28
Ergebnisse, Sonntag:
Eintracht – Potsdam 19:15
Rostock – Essen 17:23

 

 

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