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Außenseitersieg in der Sporthalle Mittelstadt: Die U23 der Eintracht bezwang am Samstagabend die TSG A-H Bielefeld mit 31:29.

U23: Beim gebeutelten Hagener Rumpfteam passt ganz, ganz viel

Als Florian Diehl am Samstagabend 16 Sekunden vor dem Abpfiff den Ball aus unmöglichem Winkel ins kurze Eck des Bielefelder Tores bugsierte, da war klar: Die U23 der Eintracht hatte mit einer ihrer besten Saisonleistungen Großes vollbracht. 31:29-Sieg über die klar favorisierte TSG A-H Bielefeld – und das mit einer personell am Stock gehenden Kaderbesetzung. Die Pluspunkte 17 und 18 der laufenden Saison, sie schmeckten ganz besonders süß...

„Wir können gegen Bielefeld etwas holen – aber dann muss bei uns fast alles passen“, hatte Eintracht-Trainer Valentin Schmidt vor dem Anpfiff zu Protokoll gegeben. Und, so viel sei vorweggenommen, es wurde ein Abend, an dem sehr viel passte bei den Grün-Gelben. Letztlich gab es nur zwei Phasen, in denen die Gäste aus Ostwestfalen mehr vom Spiel hatten. Die Startviertelstunde gehörte zunächst ein Stück weit der Mannschaft um die Ex-Eintrachtler Dominik Waldhof und Tim Stefan, der in der Folge zum besten TSG-Torschützen avancierte.

Die Hagener Marschroute war klar: Möglichst viel vom brandgefährlichen Tempospiel der Ostwestfalen zu unterbinden, um den aufgebauten Angriff „wegzuverteidigen“. Das gelang. Bis zum 5:6 (12.) lag der Gast knapp vorn, dann übernahm die Eintracht, die einmal mehr in „Toto“ Schmidt einen ganz starken Rückhalt im Tor hatte. Dreh- und Angelpunkt vorne war Regisseur Jonas Queckenstedt, aber auch der A-Jugendliche Phil Kauert, der seit Wochen die Linksaußenposition im Alleingang beackert und auch am Samstag wieder bester Eintracht-Torschütze war, ragten aus einer geschlossenen Teamleistung noch heraus. So enteilte die Schmidt/Gutschlag-Sieben zwischenzeitlich auf bis zu fünf Treffer, zum Halbzeitpfiff stand immer noch eine 17:13-Führung zu Buche.

Eine Spur wackeliger wurde es direkt nach Wiederanpfiff. In kurzer Folge scheiterte Hagen gleich dreimal von der Rechtsaußenposition, Bielefeld kam bis auf 20:18 (Tim Stefan/40.) heran. Es war die Phase, in der die Partie hätte kippen können. Tat sie aber nicht, weil die Eintracht die Nerven behielt und sich herausarbeitete aus dieser kleinen Schwächeperiode. Bei Phil Kauerts Treffer zum 24:19 (44.) war der alte 5-Tore-Abstand wiederhergestellt.

„Toto“ Schmidts ganz wichtige Siebenmeter-Parade gegen Manuel Hörr (54.), etwas Wurfpech bei den Gästen und Florian Diehls Kunstwurf in eine Lücke zwischen Pfosten und Torhüter, wo eigentlich keine war, machten den Abend aus Hagener Sicht „rund“. Die finale Bielefelder Auszeit und der Versuch, mit sieben Feldspielern einen ganz schnellen Abschluss zu kreieren, endeten im Eintracht-Block und mit jeder Menge Jubel im Lager der Gastgeber.

„Ich kann niemanden herausheben. Ganz, ganz großes Kompliment an die Jungs – jeder hat heute seinen Teil zu diesem Sieg beigetragen“, so Valentin Schmidt nach dem Schlusspfiff und schaute bereits voraus auf den kommenden Samstag. Dann gastiert die U23 „zu einem der einfachsten Spiele der Saison“ (O-Ton Valentin Schmidt) beim letztjährigen Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen (19 Uhr, Westpress-Arena).


Eintracht: Schmidt, Brockmeyer – Diehl (4), Mielke (2), Gaubatz (1), Czerkawski, Kauert (9/5), Ntodonke, Funke, Queckenstedt (3), Pfalzer (3), Trute, Bökenkamp (4), Schneider (1), Sekowski (4)
TSG: Versteijnen, Wendland – Strakeljahn (2), Unger, Hörr (4/2), Goldbecker, Oetjen (3), Broyer (4), Leppich, Strathmeier (5), Geislers (2), St. Claire, Pretzewofsky, Ebner (2), Waldhof (1), Stefan (6)
Schiedsrichter: Joshua Köppen/Luka Preibsch (Berlin)
Zeitstrafen: Eintracht 4, TSG 4
Siebenmeter: Eintracht 5/6 (verworfen: Kauert), TSG 2/3 (verworfen: Hörr)
Zuschauer: 167

Außenseitersieg in der Sporthalle Mittelstadt: Die U23 der Eintracht bezwang am Samstagabend die TSG A-H Bielefeld mit 31:29.