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Viel versucht, doch am Ende gab es vor allem im Angriff den einen oder anderen Fehler zu viel. Die U23 der Eintracht unterlag am Samstagabend mit 26:28 in Fredenbeck.

Nach Niederlage in Fredenbeck wächst der Druck auf die U23

Die U23 des VfL Eintracht Hagen wartet im Jahr 2026 weiter auf den ersten Punkt. Beim VfL Fredenbeck unterlagen die Grün-Gelben am Samstagabend mit 26:28 (8:9). "Der Fredenbecker Sieg geht unterm Strich in Ordnung", befand Eintracht-Trainer Valentin Schmidt nach dem Schlusspfiff. Vorwürfe wollte er seiner Mannschaft – anders als noch vor Wochenfrist im Heimspiel gegen den TSV Anderten – aber nicht machen.

Die Älteren unter den gut 800 Zuschauern in der Geestlandhalle fühlten sich speziell in Halbzeit eins der Partie an längst vergangene Handballzeiten erinnert. Torerfolge blieben hüben wie drüben Mangelware, auch das Tempospiel beider Teams hielt sich in arg überschaubaren Grenzen, dafür standen beide Abwehrreihen gut. Die der Gastgeber noch einen Hauch besser, und so dauerte es geschlagene sechs Minuten, ehe Jan-Niclas Schneider für die Eintracht zum ersten Mal an diesem Abend einnetzte. 

Weil die Eintracht ihrerseits auch kompakt stand und Sven Brockmeyer im Tor einen guten Tag erwischt hatte, hielt sich der Schaden dieser Torarmut freilich in Grenzen. Zwar mussten die Gäste meist hart für jeden Durchbruch arbeiten, nahmen praktisch keinen Abschluss aus der Distanz. Nur einmal (5:8/22.) betrug der Hagener Rückstand aber mehr als zwei Treffer, Jannik Mielke und Tom Storch verkürzten postwendend wieder. Auch zur Pause (8:9 aus Hagener Sicht) war nicht viel passiert. Und dennoch: „Wir haben in der ersten Halbzeit nur zehn Abschlüsse und kommen trotz guter Abwehr nicht ins Tempospiel“, nannte Valentin Schmidt wichtige Punkte der ersten 30 Minuten.

Bereits kurz vor dem Wechsel hatte Fredenbecks Coach Matthias Steinkamp auf die 7-gegen-6-Variante im Angriff umgestellt und blieb über weite Strecken dabei. Zudem übernahm VfL-Routinier Marten Franke nun vermehrt die Spielsteuerung. Der Bundestrainer der deutschen Beachhandballer verlieh dem Fredenbecker Spiel mehr Struktur, auch wenn in der numerischen Überzahl gewiss nicht alles klappte. 

Gleichwohl legte die Partie jetzt deutlich an Tempo zu. Die gesamte Zahl der Torerfolge aus Halbzeit eins war nach dem Wechsel bereits nach zwölf Minuten erreicht, wobei das Momentum zunächst deutlich auf Fredenbecker Seite lag. Bis auf 19:13 hatten sich die Hausherren direkt nach Wiederanpfiff abgesetzt, der gut aufgelegte Chris Funke, der mit acht Treffern zum besten Eintracht-Torschützen avancierte, führte sein Team mit drei Treffern in Serie aber wieder heran (19:16/43.). 

Erkennbares Muster, das sich auch in der Schlussphase noch einmal wiederholte: Immer wenn die Eintracht drauf und dran schien, der Partie vielleicht doch noch eine andere Richtung zu verpassen, häuften sich „leichte“ Fehler. So setzte Hagen Fredenbeck mit einer offensiven Abwehr phasenweise zwar unter Druck, verkürzte von 22:26 auf 24:26. Gut fünf Minuten waren da noch auf der Uhr. Zu mehr reichte es aber nicht, weil weitere Fehlpässe und ein vergebener Siebenmeter ein Übriges taten. Nach Arne Quittmanns Anschlusstreffer zum 26:27 spielte Fredenbeck trotz Zeitstrafe gegen Jesper Müller die verbleibende halbe Minute inklusive finaler Auszeit von der Uhr, Marten Franke machte Sekunden vor dem Ende den Deckel drauf auf diese Partie.

„Kein Vorwurf an die Mannschaft, aber wir haben jetzt natürlich Druck“, ging Valentin Schmidt schon auf der Heimfahrt, die über den Umweg Kassel führte, um die drei U19-Spieler im Team dort an Trainer Jan-Lars Gaubatz zu übergeben, in den Analysemodus. Gegen den TV Bissendorf-Holte (14.) müssen am kommenden Sonntag (17 Uhr) vor eigenem Publikum nun Punkte her, und sechs Tage später beim Team Handball Lippe II am besten auch…


Fredenbeck: Itzen, Rundt, Kotenko – Brandt, Brassait (6), de Vries, Backofen, Müller (2), Strothmann (5), Ritscher, Möller (1), Franke (5), Polak (3/1), Schröder (6), Heinsohn
Hagen: Brockmeyer, Schmidt – Diehl, Mielke (1), Storch (1), Czerkawski, Kauert (3), Ntodonke, Funke (8), Queckenstedt, Pfalzer (2), Trute (1), Bökenkamp (1), Quittmann (3), Schneider (3), Sekowski (3)
Schiedsrichter: Sven Levermann/Christian Rietenberg (Leopoldshöhe)
Zeitstrafen: Fredenbeck 5, Hagen 2
Siebenmeter: Fredenbeck 1/1, Hagen 0/2 (verworfen: Mielke, Kauert)
Zuschauer: 820

 

Viel versucht, doch am Ende gab es vor allem im Angriff den einen oder anderen Fehler zu viel. Die U23 der Eintracht unterlag am Samstagabend mit 26:28 in Fredenbeck.