Klar ist in der Nord-West-Staffel der 3. Liga im Süden der Tabelle bislang nur eines: Schlusslicht ATSV Habenhausen muss zurück in die Viertklassigkeit. Selbst im Idealfall, also bei fünf Siegen aus fünf Spielen, würden die Bremer das „rettende Ufer“ verfehlen. Das haben der TSV GWD Minden als Vorletzter (12 Pluspunkte) und der TV Bissendorf-Holte (14) hingegen noch in Sichtweite. Die Ahlener SG (15) und die Eintracht (18) komplettieren das Quartett im Abstiegskampf. „Zwei aus vier“ lautet mithin das Motto.
Und wie viele Punkte braucht die Eintracht noch, um für ein weiteres Jahr Drittklassigkeit zu planen? – „Wir rechnen nicht“, sagt Eintracht-Coach Valentin Schmidt, „jedes Spiel ist wichtig und je eher wir punkten, desto besser…“
Am liebsten also schon am Samstag in Spenge, doch das wird ein ganz „dickes Brett“ für die Youngster von der Volme. Der TuS spielt eine starke Saison, hat seinen bemerkenswerten 4. Tabellenplatz direkt hinter dem Spitzentrio aus Emsdetten, Hamm und Vinnhorst zementiert und darf mit Fug und Recht als eine der positiven Überraschungen der Saison gelten.
Und so wundert es nicht, dass Valentin Schmidt mit viel Respekt von der Arbeit seines Spenger Kollegen Rafael Jacobsmeier spricht. „Es macht Spaß, die Jungs zu analysieren“, sagt Schmidt, „allerdings muss uns klar sein, dass da jede Menge Arbeit auf uns wartet.“ So schaffen es die Ostwestfalen immer wieder, ihre Auftakthandlungen geschickt zu verschleiern. Ohne ein geballtes Maß an Aufmerksamkeit wird also gar nichts gehen bei den Grün-Gelben.
„Da, wo Spenge steht, stehen sie völlig zurecht“, lautet Valentin Schmidts Urteil. Auch der Umstand, dass die Eintracht die letzten drei Spiele gegen den TuS für sich entscheiden konnte, ändere nichts an der klaren Verteilung der Favoritenrolle zugunsten des TuS.
Und die Eintracht? – Übermäßig unzufrieden war der Chefcoach nach der Niederlage von Wilhelmshaven nicht. „Ja, wir müssen weiter an unserer Chancenverwertung arbeiten“, lautete die Analyse im Nachgang, „aber klar ist natürlich auch, dass wir irgendwann Probleme im Innenblock bekommen, wenn Flo Diehl krankheitsbedingt fehlt und Moritz Bökenkamp Rot sieht, so wie gegen den WHV.“
Die personelle „Bastelei“ bleibt dem Coach allerdings auch am Samstagabend nicht erspart. Routinier Diehl fällt weiterhin aus, die lange Riege der Langzeitverletzten ohnehin, und auch Jannik Mielke und Alex Knak sind angeschlagen – ein Einsatz der beiden durchschlagskräftigen Rückraumspieler entscheidet sich erst kurzfristig.
Gleichwohl: Ausreden zählen nicht. Schon gar nicht im Endspurt der Saison. Und so fährt die Eintracht mit dem festen Willen gen Ostwestfalen, möglichst lange mitzuhalten und im Idealfall sogar etwas Zählbares mit heim an die Volme zu nehmen. Dass dafür sehr viel passen muss, das ist allen Beteiligten bewusst…
Anpfiff der U23-Partie beim TuS Spenge ist am Samstag um 19.15 Uhr in der Großturnhalle Spenge. Die Begegnung wird live bei sporteurope.tv übertragen. Hier geht es direkt zum Stream.


