Derweil rückt der Tabellenkeller weiter zusammen. Der nächste Eintracht-Gegner, der TSV GWD Minden II, gewann hauchzart mit 32:31 gegen Schlusslicht ATSV Habenhausen und hat nun wie der TV Bissendorf-Holte (35:43-Niederlage in Wilhelmshaven) 14 Pluspunkte auf dem Konto. Die Ahlener SG (jetzt 16 Pluspunkte) spielte in eigener Halle Remis gegen die HSG Varel. Es wird immer spannender…
Vor 500 Zuschauern fand die Eintracht am Samstagabend nur schleppend ins Spiel. Das lag vor allem an einer körperlich sehr präsenten und immer wieder effizient verdichtenden Spenger Abwehr. Die Eintracht suchte zwar immer und immer wieder die Zweikämpfe, ein Durchkommen gab es aber kaum. Hohes Invest, wenig Ertrag – das war die Bilanz der ersten 30 Minuten. Eine knappe Viertelstunde lang blieben die Grün-Gelben dennoch halbwegs auf Tuchfühlung (5:7/Niklas Pfalzer, 14.), mussten dann aber abreißen lassen. Spenge hatte inzwischen in weiten Phasen auf ein 4:2-System umgestellt, und auch damit kamen die Falken nicht wirklich zurecht.
5:10, 7:15, 9:18 – zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt schien die Partie den Bach runterzugehen, weil auch defensive Akzente der Volmestädter rar blieben. „Wir halten uns viel zu wenig an die besprochenen Regeln“, kritisierte Trainer Valentin Schmidt. In der Tat: Echten Widerstand hatten die sehr eingespielten Ostwestfalen häufig nicht zu brechen.
Fast noch schlimmer: Über weite Strecken hinterließ die Eintracht – Ausnahme: Jannik Mielke – nicht den Eindruck, als habe man vollständig realisiert, was an diesem Abend (und den vier noch folgenden Partien) auf dem Spiele stehe. Körpersprache? – Ausbaufähig. So ging es mit der hohen Bürde eines 11:18-Rückstandes in die Pause.
Positiv: Es wurde besser nach Wiederanpfiff der Unparteiischen Philipp Etzold/Lennard Zerlin (Magdeburg/Halle), die über weite Strecken nicht den Eindruck hinterließen, als hätten sie speziell in Sachen Bestrafung konkrete Ideen einer planbaren Linie. Viel besser sogar. Eine doppelte Überzahl nutzte Hagen, um rasch auf 15:19 (Jan-Niclas Schneider/33.) zu verkürzen. Das Gros der Aktionen sah nun deutlich mehr nach „Hagen-Handball“ aus, auch wenn längst nicht alles klappte. Aber: Die immens hohe Zahl an technischen Fehlern aus Halbzeit eins (14 !) reduzierte die Eintracht nun deutlich und knabberte Stück für Stück von ihrem Rückstand ab. Beim 23:26 und 24:27 bestand mehrfach die Gelegenheit, auf zwei Tore Rückstand zu reduzieren – das gelang indes nicht.
Nach „Toto“ Schmidts dritter Siebenmeterparade verkürzte Alex Knak in der Schlussphase zwar noch auf 30:32, da standen indes nur noch 45 Sekunden auf der Uhr – ein Vorsprung, den sich Spenge nicht mehr nehmen ließ.
Weiter geht's für die Eintracht am kommenden Samstag mit einem ganz wichtigen Spiel. Zu Gast in der Sporthalle Mittelstadt ist ab 19.30 Uhr der TSV GWD Minden.
TuS: Rutschmann, Brokmeier – Stender (1), Siebrasse, Raschkowski, Hofmann (7), Brinkmeier, Köster (3/3), Teuteberg (1), Breuer (2), Wilhelm (3), Jungmann (8), Kloor (1), Borgmann (1), Martyn (1), Schulz (5)
Eintracht: Schmidt, Brockmeyer – Diehl, Mielke (7/3), Knak (1), Czerkawski (1), Flüs, Kauert (3), Funke (7), Queckenstedt (1), Half (2), Pfalzer (3), Trute, Bökenkamp, Schneider (3), Sekowski (2)
Schiedsrichter: Philipp Etzold/Lennard Zerlin (Magdeburg/Halle)
Zeitstrafen: TuS 7 plus Rote Karte gegen Stender (59.) nach der dritten Zeitstrafe, Eintracht 4
Siebenmeter: TuS 3/6 (verworfen: Stender, Köster, Wilhelm), Eintracht 3/3
Zuschauer: 500


