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U19-Linkshänder Jannik Mielke (li.) und Phillip Sekowski (re.) gehörten zu den wenigen belebenden Elementen im Spiel der U23 gegen den TSV Anderten.

Schwächste Saisonleistung lässt die Hagener U23 ohne Punkte zurück

Der Top-Performance von Aurich folgte nur sechs Tage später die wohl schlechteste Saisonleistung: Mit 29:36 (12:16) zog die U23 der Eintracht am Samstagabend den Kürzeren gegen den TSV Anderten, ließ dabei die meisten Tugenden der Vorwoche vermissen und hat zudem die Chance verpasst, weiter Abstand zur gefährdeten Zone in der 3. Liga Nord-West aufzubauen.

“Enttäuschend war das. Sehr enttäuschend…”, war Eintracht-Trainer Valentin Schmidt auch mit dem Abstand einer Nacht noch lange nicht fertig mit der vorabendlichen Darbietung in der Sporthalle Mittelstadt. Eine nachvollziehbare Einschätzung des Cheftrainers, der im übrigen weder die schwierige Trainingswoche noch die Personalsituation auch nur ansatzweise als Entschuldigung gelten lassen wollte. “Unsere Grundtugenden haben gefehlt: Einstellung und Emotionalität müssen immer zu unserem Portfolio gehören. Das habe ich nicht gesehen.”

Einigermaßen bezeichnend deshalb, dass es neben Phillip Sekowski vor allem die U19-Spieler im Kader waren, die die Akzente setzten. Dass Jannik Mielke und Anton Trute zuvor sogar noch lange Distanzen beim Sieg über Frisch Auf Göppingen gehen mussten, verstärkte diesen Eindruck noch. “Da müssen sich die ‘älteren’ Spieler schon ihre Gedanken machen”, befand Valentin Schmidt in der Nachbetrachtung.

Dabei war Halbzeit eins über weite Strecken noch halbwegs ausgeglichen verlaufen, nach 25 Minuten stand aus Hagener Sicht nur ein 10:11-Rückstand (Sekowski/25.) zu Buche. Umso ärgerlicher, dass mehrere “unforced errors” in der Schlussphase des ersten Abschnitts dazu führten, dass die Eintracht mit einem 4-Tore-Rückstand (12:16) in die Kabine ging.

Dass dieser Rückstand nach Wiederanpfiff weiter anwuchs, hatte mehrere Gründe, vor allem aber die Hagener Abschlussschwäche. 14 (!) gänzlich freie Würfe aus der Nahdistanz ließen die Gastgeber liegen, scheiterten reihenweise an den guten TSV-Torhütern Lasse Andresen und Jonas Lange oder trafen erst gar nicht das Gästetor. Hinzu kamen fehlende Spielstruktur, oftmals fahrige Durchbruchsversuche und eine Abwehr, die mehr als nur einmal gegen sehr geschlossene Gäste zu spät dran war.

Kurzum: Dass die Eintracht bis zur Schlussphase nie mehr näher als auf fünf Treffer herankam, war dem deutlichen Leistungsunterschied zwischen beiden Mannschaften geschuldet, der Sieg der Gäste aus Hannover dementsprechend absolut verdient.

“Jetzt haben wir wieder Druck”, bilanzierte Valentin Schmidt nach dem Schlusspfiff, zumal die Aufgaben nicht leichter werden. Am Samstag (19.30 Uhr, Geestlandhalle) geht die Fahrt zum VfL Fredenbeck. Den Tabellensiebten besiegte die Eintracht im Hinspiel zwar mit 39:34, gleichwohl gilt die Mannschaft aus dem Landkreis Stade in Niedersachsen als besonders heimstark.


Eintracht: Brockmeyer, Schmidt - Diehl, Mielke (7), Czerkawski, Kauert (3), Ntodonke, Funke (2), Queckenstedt, Pfalzer (1/1), Trute (1), Bökenkamp (1), Quittmann (6), Schneider (1), Sekowski (7)
TSV: Andresen (2), Lange - Czok (5), Göldner, Brandes (6), Sauß (2), Kollmeier (4), Depping (6), Koch (1), Backs (7/4), Mäkel, Benckendorf, Kreth (2), Waßmann (1)
Schiedsrichter: Marc Liesegang/Christopher McClellan (Leopoldshöhe/Paderborn)
Zeitstrafen: Eintracht 4, TSV 4
Siebenmeter: Eintracht 1/2 (verworfen: Kauert), TSV 4/4
Zuschauer: 121  

U19-Linkshänder Jannik Mielke (li.) und Phillip Sekowski (re.) gehörten zu den wenigen belebenden Elementen im Spiel der U23 gegen den TSV Anderten.