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Für Philipp Sekowski und die U23 der Eintracht war am Samstag gegen Zweitliga-Absteiger ASV Hamm-Westfalen nichts zu holen.

U23: Die "Nerv-Phasen" der Eintracht geraten deutlich zu kurz

Glatte Heimniederlage an ungewohnter Stelle: Die U23 der Eintracht ist am späten Samstagnachmittag in der Ischelandhalle gegen den ASV Hamm-Westfalen letztlich chancenlos, weil die eigene Fehlerquote deutlich zu hoch ist und die individuelle Qualität des Zweitliga-Absteigers der Partie zu nachhaltig ihren Stempel aufdrückt. Mit 25:36 (11:18) unterliegen die Grün-Gelben.

Keine Frage: Wenn gegen ein Team vom Kaliber des ASV am Ende des Tages etwas Zählbares herausspringen soll, dann muss auf der einen Seite (fast) alles passen, auf der anderen hingegen wenig bis nichts. Das war am Samstag nicht der Fall. Nur zu Beginn beider Halbzeiten zeigte sich die Eintracht in der Lage, den Favoriten zu nerven, lästig zu sein.

Die Startphase gehörte vor etwas mehr als 500 Zuschauern in der “Ische” zunächst noch den Hausherren, die offensiv deckten und in Sven Brockmeyer einen Torhüter im Rücken hatte, der direkt im Spiel war. 2:0 und 4:2 führte Hagen - das ließ sich gut an. Schon bald aber wurde deutlich, woran es an diesem Tag haperte. Es war gewiss nicht so, dass die Eintracht gegen die körperlich deutlich überlegene Hammer Abwehr keine Torchancen herausspielte. Im Gegenteil. Ein halbes Dutzend Mal tauchten die Grün-Gelben alleine in Halbzeit eins glockenfrei vor dem ASV-Tor auf, fanden aber immer wieder ihren Meister in Marcos Colodeti. Der Brasilianer zwischen den Hammer Pfosten legte immer wieder “big saves” hin, gewann das Torhüterduell gegen Sven Brockmeyer und Max Drees deutlich, obwohl beide Hagener Keeper ihre Sache nicht schlecht machten.

So setzte sich der ASV nach einer Viertelstunde (8:8) sukzessive ab. Nein: Die Gäste spielten nicht die Sterne vom Himmel, kamen aber über den Kreis und vor allem die Achse Niklas Gautzsch/Lars Gudat immer wieder zu Toren, ohne dass die Eintracht-Defensive den notwendigen Kontakt in die Aktionen hätte bringen können. Bei der 18:11-Pausenführung der Mannschaft von Jörn-Uwe Lommel hatte die Partie nach 30 Minuten so recht früh ihre klare Richtung.

Einmal noch, nämlich direkt nach Wiederanpfiff, bestand die Chance, dass die Eintracht das Momentum auf ihre Seite ziehen könnte. Valentin Schmidt hatte seinem Team nun den siebten Feldspieler verordnet und vor allem Jonas Queckenstedt im Zusammenspiel mit Kapitän Arne Quittmann fanden jetzt immer wieder die Lücken im ASV-Verbund.

Auf 16:21 schlich sich die Eintracht heran, ehe eine Lommel-Auszeit und mehrere diskutablen Situationsbewertungen der Unparteiischen diesem zarten Hauch von Aufholjagd ein baldiges Ende setzten. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende waren es nach Jan Broschs Treffer zum 19:29 erstmals zehn Treffer Abstand - damit war die Entscheidung zugunsten des Favoriten gefallen.

Weiter geht es am kommenden Samstag mit einer Ostwestfalen-Fahrt. Ab 18 Uhr gastiert die Eintracht dann in der horatec-Arena in Augustdorf beim Team Handball Lippe II.


Eintracht: Brockmeyer, Drees - Diehl (1), Mielke (2), Knak (3), Czerkawski, Kauert, Ntodonke, Funke, Queckenstedt (2), Israel (6/1), Pfalzer (3), Trute (1), Quittmann (5), Schneider, Sekowski (2)
ASV: Colodeti, Budalic, Achtelik - Gabrielsson (1), Brosch (4), Greilich (5), Gautzsch (8/1), Bornemann (1), van de Vreede, Böttcher, Kühn (5), Gudat (7), Krawczyk (2), Jacobs (3), Coßmann, Neumann
Schiedsrichterinnen: Mandana Khalil/Elfi Oliger (Echzell/Offenbach)
Zeitstrafen: Eintracht 2, ASV 3
Siebenmeter: Eintracht 1/2 (verworfen: Israel), ASV 1/1
Zuschauer: 502 


Und so berichtet der in Hamm erscheinende Westfälische Anzeiger über die Partie. Hier geht's direkt zum Artikel.

Für Philipp Sekowski und die U23 der Eintracht war am Samstag gegen Zweitliga-Absteiger ASV Hamm-Westfalen nichts zu holen.