Die Rede ist von Ingo Brebach. Wer beim VfL schon länger dabei ist, kennt diesen Namen natürlich: Spieler in der erfolgreichen Eintracht-Jugend, später in der 1. und 2. Mannschaft, über viele Jahre Trainer der „Zweiten“ – einer, der grün-gelbes Blut in den Adern hat. Vor sechs Jahren führte ihn sein beruflicher Weg an die Oberschule „Geschwister Scholl“ in Freital-Hainsberg, wo er Englisch und Sport unterrichtet. Doch der Handball, so scheint es, hat ihn nie wirklich losgelassen.
Was als Idee begann, den Sport im Unterricht einzubauen, wuchs schnell zu mehr heran: Ingo gründete die Handball-GTA, ein Ganztagsangebot, um seinen Schülerinnen und Schülern über den regulären Unterricht hinaus eine sportliche Heimat zu geben. Und wer Ingo kennt, weiß, dass in seinen Erzählungen der VfL nie weit ist. Immer wieder berichtete er seiner jungen Truppe von Hagen, von der Eintracht, von Motivation, Respekt, Teamgeist und Zusammenhalt – Werte, die er selbst beim VfL gelernt hat und die ihn bis heute, auch im Klassenzimmer, tragen. Mittlerweile verfolgen einige seiner Schüler die Spiele der Eintracht sogar online. Freital liegt zwar direkt vor den Toren Dresdens, doch in Hainsberg schlägt für viele längst ein grün-gelbes Herz.
Als Eintracht-Geschäftsführer Fynn Holpert von dieser kleinen Handballgruppe erfuhr, war schnell klar: Hier will man helfen. Über Ingos Eltern erreichte ihn die Nachricht, dass der Verein etwas plane, um die Gruppe zu unterstützen – und Ingo, so erzählt er selbst, konnte es kaum glauben. Seine Schüler erst recht nicht.
Dann kamen die Trikots an. Und mit ihnen ein Moment, den wohl niemand in Freital-Hainsberg so schnell vergessen wird. Original-Trikots, versehen mit den Unterschriften der Spieler – für die Kinder und Jugendlichen ein kleiner Schatz. Sofort wurde gerätselt, welche Unterschrift zu welchem Spieler gehört, sofort wurde eine Vitrine leergeräumt, damit das Trikot einen würdigen Ehrenplatz bekommt. Was folgte, war echte Begeisterung: Die Trikots werden seither mit spürbarem Stolz zu jeder Trainingseinheit getragen.
Es ist genau dieser Moment, der zeigt, was Sport – und was ein Verein wie der VfL – bewirken kann. Eine Spende, die auf den ersten Blick nur aus Stoff und Aufdruck besteht, wurde in Freital zu einem Symbol: für Zusammenhalt, für Gemeinschaft, für das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Mehr als 500 Kilometer trennen Hagen und Freital – und doch fühlt sich die Verbindung gerade jetzt näher an denn je.
Ingo Brebach richtet über diesen Weg noch einmal herzliche Grüße aus Freital nach Hagen aus – auch im Namen seiner Handball-Kids. Der VfL Eintracht Hagen bedankt sich seinerseits: für die Treue, die Begeisterung und dafür, dass grün-gelb auch fernab der Vereinshalle weiterlebt.
