Verbandsliga: Wittener TV – VfL Eintracht Hagen III 29:30 (18:14). „Ein Quäntchen Glück war dabei“, räumte Eintracht-Trainer Rico Gutschlag nach dem engen Ende ein, lobte aber gleichzeitig die gute Moral, die sein ersatzgeschwächtes Team nach der Pause an den Tag gelegt hatte. Simon Czerkawski besorgte das Siegtor mit seinem elften Treffer. Die letzten 45 Sekunden überstanden die Eintrachtler unbeschadet und liegen weiterhin nur einen Zähler hinter Aufstiegsrelegationsplatz zwei zurück.
Schon in der ersten Halbzeit war der Hagener Übungsleiter mit der Einstellung seiner Schützlinge zufrieden. „Aber da haben wir noch zu viele Fehler gemacht. Das kann ohne Haftmittel schon mal passieren, aber ich habe der Mannschaft in der Pause gesagt, dass dies kein Grund dafür sein darf, die Partie nicht noch auf unsere Seite zu ziehen!“
Den Grundstein dazu legte der Tabellendritte ab der 34. Minute mit einem 4:0-Lauf zum 21:21-Ausgleich. Von da an blieb die Partie bis zum Schluss heiß umkämpft (24:25, 28:27). Wobei das Eintracht-Team den personellen Widrigkeiten trotzte.
Schlussmann Sebastian Wickel fehlte ebenso wie die erkrankten Pascal Hoffmann, Tim Kobilinski und Paul Blumhoff. Frederik Hinz (Fußprobleme) saß zwar auf der Bank, war aber nicht einsatzfähig. Mit dem Torwartduo Clemens Schweizer und Benjamin Lueg sowie Luca Ernst, der 60 Minuten als Linksaußen durchspielte und überzeugte, trug ein U19-Trio seinen Teil zum Sieg bei.
Als Vollstrecker und im Innenblock verdienten sich Czerkawski und Alex Koshold ein Sonderlob. Letztlich war es aber die geschlossene Mannschaftsleistung trotz der erschwerten Bedingungen, mit der sich die Grün-Gelben die beiden Auswärtspunkte sicherten.
Am Samstag wird wieder zuhause gespielt. Dann gibt um 19.30 Uhr der drei Punkte bessere Tabellenführer RSV Altenbögge-Bönen seine Visitenkarte in der Mittelstadthalle ab. „Nach der 29:36-Niederlage in der Hinrunde haben wir etwas gutzumachen“, so Rico Gutschlag, „wir werden alles dafür tun!“
Eintracht III: Schweizer, Lueg – Ließ (5), Ernst (6), Storch, Koshold (5), Böcker, Ingwald (2), Vaerst, Ricker, Meier (1), Czerkawski (11/7), Hinz
Bezirksliga: VfL Eintracht Hagen IV – SG Attendorn/Ennest 27:32 (12:16). Sie hatten sich viel vorgenommen, aber ernsthaft für den Sieg in Frage kam die „Vierte“ gegen den bisherigen Tabellennachbarn nicht. Was vor allem am Fehlstart lag – 3:9 nach 13 Minuten! „Diese Hypothek war letztlich zu groß, um noch einmal heranzukommen“, bilanzierte Spielertrainer Jannick Truß nach der Partie.
Es war nicht so, dass sich die Grün-Gelben kampflos in ihr Schicksal ergaben, nach der Pause keimte beim 23:25 und 24:26 noch einmal Hoffnung auf. Aber die Sauerländer ließen sich nicht mehr aus der Erfolgsspur verdrängen, sondern bauten ihr Polster bis auf sieben Tore aus (25:32, 56.) und brachten den Erfolg sicher ins Ziel.
„Es hat heute einfach nicht gepasst, mir hat auch ein Stück weit die richtige Einstellung gefehlt“, konstatierte Truß abschließend, der mit seinem Team erst in zwei Wochen wieder gefordert wird. Am Samstag, 14. März, steht um 19.15 Uhr ein Auswärtsspiel beim Letmather TV an.
Eintracht IV: Schmidt, Patas – Böcker (6/2), Holz, J. Truß (8), Grebe (2), Wulf (5), Half (1), Hedtfeldt, Külpmann (3), C. Truß (2)
