Wenn in Sportlerkreisen über Horst Wulf gesprochen wird, dann war und ist eigentlich nur ganz selten vom „Horst“ die Rede. Viel geläufiger war hingegen sein Spitzname „Acker“.
„Acker“ Wulf ist das gewesen, was man einen Ausnahmesportler nennt. In den 1960er- und 1970er-Jahren prägte er die Leichtathletik in Hagen und darüber hinaus, war lange Jahre Kapitän der Leichtathletik-Bundesliga-Mannschaft der Grün-Gelben, die seinerzeit unter Trainer Hans Sichelschmidt den großen Deutschen Mannschaften wie dem ASV Köln, dem TV Wattenscheid oder dem OSC Thier Dortmund Paroli bot.
Horst Wulf, der eigentlich vom Fußball kam, war dabei immer Vorbild für kämpferischen Einsatz, holte als Hagener Ausnahmeläufer mehr als 50 Kreismeistertitel, Westfälische Meistertitel und errang bei Westdeutschen Meisterschaften mit der 3x1000-m-Staffel der Eintracht hinter Bayer Leverkusen und dem ASV Köln den 3. Platz.
Mannschaftskämpfe und Staffelläufe, mit mehrmaliger Teilnahme an Deutschen Meisterschaften, lagen ihm besonders. Im Seniorenbereich holte er sich Deutsche Meistertitel zwischen 1973 und 1979 gleich fünfmal auf den Mittelstrecken-Distanzen über die 800 m und 1500 m.
Nach seiner aktiven Zeit brachte sich Horst „Acker“ Wulf als Übungsleiter und Kreispressewart der Hagener Leichtathletik ein. Noch bis kurz vor seinem Tod besuchte er regelmäßig die Spiele der Hagener Zweitliga-Handballer, war doch sein Sohn Volker lange Jahre eine Stütze der 1. Mannschaft. Und bei keinem der regelmäßigen Treffen der alten Leichtathleten des Vereins fehlte Horst Wulf.
Familie, Freunde und Weggefährten aus dem Sport werden Horst Wulf am 18. Dezember auf dem Altenhagener Friedhof das letzte Geleit geben.
