Für den Gast aus Ostwestfalen war dieser zweifelsohne verdiente Sieg der bereits sechste Erfolg in Serie. Das Punktekonto der Lemgoer Reserve ist damit wieder ausgeglichen.
Halbzeit eins war analog zum Hinspiel vor etwas mehr als drei Wochen ein Duell, in dem beide Teams auf nahezu identischem Niveau agierten. Im Mittelpunkt standen zweifelsohne die Torhüter, aber auch eine ganze Salve von taktischen Maßnahmen auf beiden Seiten, die viel Anpassungsvermögen verlangten. Die Schattenseite: Die Fehlerquote war nicht unbedingt niedrig, auf Hagener Seite galt das vor allem für den Abschluss. Dennoch lag die Eintracht nach wechselnden Führungen nach Chris Funkes Treffer zum 13:11 (27.) erstmals überhaupt an diesem Nachmittag (und auch zum einzigen Mal) mit zwei Treffern vorne. In die Kabine ging es mit einem leistungsgerechten 15:15.
Was dann passierte, war aus Hagener Sicht freilich so überhaupt nicht geplant. Die Eintracht blieb komplett in den Startlöchern kleben, kassierte einen 0:5-Lauf von 16:17 (34.) auf 16:22 (39.). Binnen fünf Minuten bekam die Begegnung einen Drive zugunsten der Gäste, den - so viel sei vorweggenommen - die Grün-Gelben nicht mehr umbiegen konnten.
Zwar witterten die Gastgeber nach drei Treffern in Serie (Kauert, Sekowski, Pfalzer) noch einmal ganz kurz Morgenluft. Doch die Gäste reagierten beim 20:24 (43.) direkt mit einem Teamtimeout, das den Mini-Lauf der Eintracht sofort wieder stoppte. Lars Bakker hatte nach knapp 50 Minuten beim 21:28 den alten Abstand wieder hergestellt, und wenngleich die Eintracht an diesem Tag speziell von der rechten Angriffsseite (Sekowski, Schneider) gut zum Zug kam, war relativ bald klar, dass hier nichts mehr gehen sollte.
Bereits am Freitag geht es weiter für die Grün-Gelben, wenn die Reise zur Übermannschaft der Liga, Tabellenführer TV Emsdetten, geht. Anwurf in der Emshalle ist um 20 Uhr.
Eintracht II: Schmidt, Brockmeyer – Diehl, Mielke (5/3), Knak, Czerkawski, Kauert (5), Ntodonke, Funke (3), Queckenstedt (1), Pfalzer (3), Trute, Bökenkamp, Schneider (5), Sekowski (5)
Lippe II: Heine, Borreck – Kleimann, Herseklioglu (2), Byczek, Stypinski, Carstensen (4), Sundermann, Bröhl (4), Puls (6), Bakker, Bilanzola (7), Kehrmann (5), Hansen (3/1), Rahmlow (6)
Schiedsrichter: Jérome Breuer/Dennis Schaaf (Aachen/Gangelt)
Zeitstrafen: Eintracht 2, Team Lippe 5
Siebenmeter: Eintracht 3/4 (verworfen: Kauert), Team Lippe 1/1
Zuschauer: 215
