Alle Neuzugänge direkt an Bord: Das U23-Trainer-Duo Valentin Schmidt und Rico Gutschlag begrüßte zum Start in die Vorbereitung (von links) Ben Srugies, Joris Reshöft, Caio Pogorzalski und Tjorven Knackstedt.

So jung wie noch nie: U23 in die Vorbereitung gestartet

Es geht wieder los. Mit noch nicht gänzlich voller Kapelle, aber durchaus gut besetzt, hat die U23 der Eintracht in dieser Woche die Vorbereitung auf die dritte Drittliga-Saison der Vereinsgeschichte in Angriff genommen. Für das Team, das Cheftrainer Valentin Schmidt und sein "Co" Rico Gutschlag in der Sporthalle Mittelstadt begrüßten, gilt: So jung war eine 2. Mannschaft der Eintracht noch nie.

Nach der abgeschlossenen Saison, die trotz immenser Verletzungsprobleme bekanntlich mit dem sicheren Liga-Verbleib endete, war beim Anschlussteam der Grün-Gelben praktisch kein Stein auf dem anderen geblieben. Nicht, weil die Verantwortlichen mit ihrem bisherigen Team unzufrieden gewesen wären, sondern vielmehr der selbstauferlegten Prämisse folgend, dass die U23 der Eintracht konsequent nicht nur zukunftssicher gemacht, sondern noch mehr als ohnehin schon als „Zulieferbetrieb“ fürs Profi-Team etabliert werden soll.

„Das ist keine Maßnahme, die wir einfach so ergriffen haben“, sagt Valentin Schmidt. „Ganz klares Ziel ist es, Schritt für Schritt die Jungs ans Zweitliga-Team heranzuführen.“ Dazu hat der Eintracht-Coach zahllose Scouting-Stunden hinter sich. Immer auf der Suche nach Spielern, die seiner Philosophie besonders nahekommen.

Resultat: vier Neuzugänge, die Schmidt durchweg als „Wunschspieler“ bezeichnet. Ben Srugies kommt vom TSV Bayer Dormagen nach Hagen, Jorit Reshöft vom HC Eintracht Hildesheim, Caio Pogorzalski vom ATSV Habenhausen und Torhüter Tjorven Knackstedt vom VfL Gummersbach.

Es ist eine junge bis blutjunge Garde, die – regelmäßig komplettiert von vier Spielern aus dem eigenen U19-Team – künftig die 3. Liga aufmischen soll. Torhüter „Toto“ Schmidt ist der einzige Akteur jenseits der 30-Jahre-Grenze, Rechtsaußen Jan-Niclas Schneider bereits der zweitälteste Akteur der Grün-Gelben. Bezeichnend ist das. Und genauso gewollt.

Dieser Truppe haben Valentin Schmidt und Rico Gutschlag ein Programm verordnet, das mehr als nur anspruchsvoll ist. Bereits seit Mitte Juni standen pro Woche vier individuelle Lauf-/Krafteinheiten auf dem Trainingsplan. Nun kommt nahezu täglich die Halle hinzu. Bereits am Sonntag steht beim TSV Bayer Dormagen II der erste Test im Kalender, weitere folgen. Unter anderem gegen den TuS Spenge (11. Juli/im Rahmen eines gemeinsamen Trainingstages) und die SGSH Dragons (18. Juli).

Vom 20. Juli bis zum 2. August folgen zwei trainingsfreie Wochen. Geschuldet dem Umstand, dass die überproportional vielen Schüler im Team mit Beginn der Sommerferien zumindest eine kurze Erholungspause haben sollen. Danach ist dann aber direkt wieder Vollgas angesagt. Vom 3. August bis zum Saisonstart am 30. August gibt es nur noch vier freie Tage.

Getestet wird in dieser Phase gegen die Ahlener SG (6. August), den TuS Opladen (12. August) und interaktiv.Ratingen (22. August). Außerdem, das ist neu und ein besonderes Highlight, bezieht die Mannschaft vom 13. bis zum 16. August ein Trainingslager im niederländischen Zwartemeer, inklusive Testspiel und Dreierturnier gegen den ortsansässigen Ehrendivisionisten Hurry-Up.

Und dann geht es auch bald schon wieder um Punkte. Mit hoffentlich komplettem Kader. Aktuell laborieren Niklas Pfalzer und Moritz Bökenkamp noch an Fußverletzungen aus der alten Saison. Wenn alle wieder fit sind, ist was zu erwarten von der Mannschaft? Valentin Schmidt hat einen klaren Plan entwickelt, was sich ändern, was ausgebaut werden soll. Vier Rückraumspieler sollen eine weitere Option werden, eine noch aggressivere Abwehr ebenfalls.

Aber der Coach dämpft auch eine zu frühe, zu hohe Erwartungshaltung. „Was wir anstoßen, ist ein Prozess. Es werden Sachen gut funktionieren, es wird aber auch Rückschläge geben.“ Wie das eben so ist bei jungen Spielern…