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U19: 27:29-Niederlage gegen Israel

Nein, ein ganz normales Handballspiel war das nicht. Im Nachgang des Anschlags auf die jüdische Synagoge in Halle hatte auch das Testspiel zwischen der U19 des VfL Eintracht Hagen und der israelischen U19 am Dienstagabend in der Sporthalle Wehringhausen eine besondere Akzentuierung erhalten. 250 Zuschauer erlebten einen Abend der glasklaren Positionierung, der Freundschaft und der sportlichen Völkerverständigung.

„Hier ist kein Platz für Intoleranz“, rief Hagens 1. Bürgermeister Hans-Dieter Fischer bei seiner Begrüßungsrede Sportlern und Zuschauern zu und Ralf Wilke, 2. Vorsitzender der Eintracht und im Umfeld der Partie unermüdlicher Mitorganisator, ergänzte: „Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, Flagge zu zeigen.“ Das gelang an diesem Abend nachdrücklich.

Yonathan Scherzer, Leiter der israelischen Delegation, zeigte sich höchst angetan von der Atmosphäre in Hagen. „Wir kommen immer sehr, sehr gerne nach Hagen“, lobte der sympathische Teammanager die Gastfreundschaft der Eintracht und die Atmosphäre auf den Rängen und in der Halle.

Auf dem Spielfeld – und auch das gehört dazu – schenkten sich beide Teams hingegen nichts. Halbzeit eins ging deutlich an die Gäste aus dem Nahen Osten, die kompromisslos im 5:1-System deckten und offensiv deutliche Vorteile im 1-gegen-1-Verhalten hatte. 5:1-Abwehr, später Rückzug ins 6:0 – bis kurz vor dem Wechsel fruchtete keine Hagener Maßnahme wirklich, mit einer 17:11-Führung ging die Mannschaft von Gästecoach Aleksandar Brkovic in die Pause.

Doch die Partie kippte. Die Eintracht deckte fortan im extrem offensiven 3:2:1, das zwischenzeitlich eher an eine 1:5-Abwehr erinnerte. So blieb der Rückstand zunächst konstant, ehe die Grün-Gelben zur Schlussoffensive bliesen, ihre zwischenzeitliche Überzahl zu drei „empty-net-Toren“ und dem 26:26-Ausgleich nutzten.

Und wer weiß: Wenn Theo Bürgin beim Treffer zum vermeintlichen 27:26 nicht im Kreis gestanden und die Eintracht im direkten Gegenzug keine Zeitstrafe kassiert hätte, vielleicht wäre sogar mehr als die 27:29-Niederlage möglich gewesen.

Aber dennoch: Unterm Strich standen ein toller Handball-Abend mit einer prächtigen Stimmung in Wehringhausen und die Gewissheit, dass die Eintracht auch in den kommenden Jahren gerne als Gastgeber für israelische Mannschaften fungieren wird.

#wirsindeintracht

 

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