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Die Spielpläne sind fertig, doch sie liegen allesamt auf Eis: Eigentlich hätten für die Jugendhandballer im Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr nach den Osterferien die Aufstiegsrunden zu den überkreislichen Ligen bis hinauf zur A-Jugend-Bundesliga beginnen sollen. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie mit all ihren bekannten Konsequenzen (Hallensperrungen, Trainingsverbot, Einstellung des Spielbetriebs) herrscht auch bei den Vereinen, die ihre C-, B- und A-Jugend-Mannschaften ins Rennen schicken, Ungewissheit.

Zumal die Situation bei den Jugendhandballern eine besonders verzwickte ist, weil es unterschiedliche Zuständigkeiten verschiedener Verbände gibt. Die Jugend-Saison im Handballverband Westfalen (HVW) ist bereits abgebrochen. Diese Entscheidung ist insofern nicht besonders weitreichend, als es in den Landes-, Verbands- und Oberligen der Jugend grundsätzlich keine Auf- und Absteiger gibt. Allenfalls die Meister gilt es noch zu ehren und Bonusplätze für die weiterführenden Aufstiegsrunden zu vergeben. Von beiden Punkten ist die Eintracht nicht betroffen.

Anders die Lage in der A-Jugend-Bundesliga (JBLH) mit dem klassenhöchsten Vertreter, der A-Jugend des VfL Eintracht Hagen. Hier ist der Deutsche Handball-Bund (DHB) zuständig, und der hat die Saison – anders als in Westfalen – noch nicht abgebrochen, sondern nur ausgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Mathias Grasediek liegt aktuell als Tabellenzweiter aussichtsreich im Rennen um den Einzug ins „FinalFour“ um den DHB-Pokal, was gleichbedeutend mit der direkten Bundesliga-Qualifikation für die Saison 2020/21 ist. Eine Entscheidung aus der DHB-Zentrale in Dortmund, wie es weitergeht, steht noch aus.

Doch zurück zu den Vereinen auf Kreisebene. Patrick Puls, Vizepräsident Jugend im Handballverband Westfalen, hat den Vereinen jetzt eine Zwischenmeldung gegeben, wie es weitergehen könnte. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung“, so Puls, „auch wenn Optimismus niemals falsch sein kann, können wir aktuell nicht davon ausgehen, dass wir die Qualifikationsrunden wie geplant direkt nach Ostern spielen werden.“ Zwar ist der Aufstiegsrundenmodus so konzipiert, dass binnen zwei bis drei Wochen alle Partien durchgezogen werden, doch speziell im Bereich der A-Jugend folgt danach noch die Bundesliga-Qualifikation. „Dabei sind wir abhängig vom DHB“, schreibt Puls an die Vereine.

Die Frage, die sich damit stellt: Können diese Partien bis zum Beginn der Sommerferien am 29. Juni tatsächlich gespielt werden? Der Handballverband Westfalen denkt bereits weiter. „Sofern die Quali-Runden bei anhaltender Corona-Einschränkungen vor den Sommerferien nicht mehr gespielt werden könnten, muss auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, sie nach den Sommerferien oder gar erst zum eigentlich geplanten Saisonbeginn zu spielen“, gibt es für die Verantwortlichen im HVW-Jugendvorstand aktuell keine Denkverbote. Puls bittet die Vereine ausdrücklich, sich mit Vorschlägen in die Diskussion einzubringen. Fest steht momentan bei den Jugend-Handballern also nur, dass so gut wie nichts feststeht…

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