U19 schlägt Tabellenführer TSV Bayer Dormagen

Was für ein Kampf, was für ein völlig überraschendes Ergebnis:
Mit einem fast schon sensationellen 34:32 (18:17)-Heimsieg über Tabellenführer TSV Bayer Dormagen haben sich die U19-Bundesliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen in die Sport-Lockdown-Pause verabschiedet. Der Sieg über das Top-Team der Liga – vor dem Spiel in Hagen hatte der TSV 8:0-Punkte und eine Tordifferenz von +69 auf dem Konto – war allerdings ein teuer erkaufter. Linkshänder Marc Ingwald schied in der zweiten Halbzeit mit Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk aus, und auch der beste Eintracht-Torschütze an diesem Tag, Rückraumspieler Luca Klein (9/1), wurde am späten Abend mit einer Ellbogenverletzung noch im Krankenhaus vorstellig.
Die Eintracht erwischte am Samstag vor pandemiebedingt leeren Rängen in der Sporthalle Mittelstadt einen Traumstart, lag nach drei Minuten bereits mit 4:1 in Führung. Defensiv hatte sich VfL-Coach Mathias Grasediek für einen offensiven Positionsverteidiger gegen Bayer-Taktgeber Matthis Blum entschieden. Das funktionierte auch deshalb gut, weil die Grün-Gelben im Spiel 5-gegen-5 engagiert verteidigten und mit Wesley Umejiego – wie schon in Hanau – einen guten Rückhalt hinter sich wussten. Beim 14:10 (21.) verpasste die Eintracht die Chance, sich noch weiter abzusetzen, stattdessen verkürzte Bayer mit druckvollem Tempohandball bis zur Pause auf 18:17.
Keine fünf Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, da kassierte Eintracht-Kreisläufer-Hüne Luc Göddecker wegen groben Foulspiels die Rote Karte – eine ebenso vertretbare Entscheidung der Unparteiischen wie das Rot gegen Dormagens Christian Wilhelm (17.) wegen Stoßens in der Luft. In den letzten 20 Minuten entwickelte sich dann ein taktischer Schlagabtausch beider Mannschaften. Auf die doppelte Manndeckung gegen Luca Klein und Niko Bratzke reagierte Hagen mit dem siebten Feldspieler und hielt auch nach Marc Ingwalds verletzungsbedingtem Aus die Führung. Beim 32:30 wackelten die Gastgeber kurz, doch nach zwei weiteren Umejiego-Paraden und dem 34. Eintracht-Treffer durch Karol Mackowiecki war der Sieg in trockenen Tüchern, weil die Grün-Gelben die letzten Sekunden sicher von der Uhr spielten.
Eintracht: Umejiego, Stublla, Wambold – Wörtler, Albrecht (2), Makowiecki (5), Bratzke (8), Grüger (1), Klein (9/1), Trapp, Ingwald (3), Pfalzer (2), Kosakowski, Gödecker (4)

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